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Ride For Justice 2017

Die Suche nach Gerechtigkeit für die eelamtamilischen Opfer und Überlebenden-

Völkermord an Tamilen in Sri Lanka

Von Brüssel nach Genf – Ein 11- tägiger Radmarathon

 

Am Freitag, den 24.02.2017 um 15 Uhr, startete die Fahrradtour „Ride for Justice“ in Brüssel vor der europäischen Union mit der Forderung einer internationalen Untersuchung des Völkermords an den Eelam Tamilen.

Mit einer Gedenkminute begann auch gestern früh der dritte Tag der Tour Richtung Luxemburg. In den nächsten Tagen wird die Tour die Länder Luxemburg, Deutschland, Frankreich überqueren und zuletzt vor den Vereinten Nationen im schweizerischen Genf ihr Ziel finden, um eine Kundgebung abzuhalten und an politischen Gesprächen teilzunehmen. Auch wird es ein Treffen mit dem Büro des Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte geben.

Am selben Tag, den 06.03.2017 findet eine große Demonstration mit anschließender Kundgebung auf dem Platz der Nationen, unmittelbar vor dem Gebäude der UNO, statt. Dieser Aufmarsch und die Kundgebung sollen auf die Menschenrechtsverletzungen und den Völkermord an das eelamtamilische Volk auf Sri Lanka aufmerksam machen.

Am 27.02.2017 wird „Ride for Justice“ in Saarbrücken einen Zwischenstopp einlegen, um in der Stadtmitte eine Kundgebung abzuhalten und um Gespräche mit politischen Persönlichkeiten zu führen. Hierdurch erhofft sich die junge Generation mehr Einsatz und Interesse der anderen Nationen für ihr eigenes, leidendes Volk auf Sri Lanka. Auch möchten sie dabei auf die Menschenrechtsverletzungen und den Völkermord in Sri Lanka aufmerksam machen.

Wir glauben, dass nur eine internationale, unabhängige Untersuchung wahre Gerechtigkeit für das tamilische Volk erlangen kann. Die Kriegsverbrechen können nicht durch einen inländischen Mechanismus untersucht werden. Zudem waren die sri lankische Regierung und das Militär an den Gräueltaten direkt beteiligt. Solch eine nationale Untersuchung könnte aus diesem Grund niemals unabhängig und glaubwürdig sein. Wir sind der Meinung, dass Täter nicht über ihre eigenen Gräueltaten richten dürfen und fordern deshalb eine internationale, unabhängige Untersuchung.

Die Menschenrechtslage für Tamilen in Sri Lanka hat sich seit dem Ende des Krieges im Jahr 2009 nicht verbessert. Die tamilischen Opfer und Überlebende warten noch immer auf Gerechtigkeit, schmachtend mit Schmerzen und Leiden unter einer autoritären und repressiven Herrschaft. Noch heute protestieren Tamilen um Ihr Land zurückzuerlangen, welches vom Militär besetzt ist.

Wir suchen Unterstützung und Solidarität für das tamilische Volk und haben daher folgende Forderungen an die Vereinten Nationen:

NIE WIEDER UNTERDRÜCKUNG – NIE WIEDER SKLAVEREI

Ein freies Leben in Würde!

 

1.Eine internationale unabhängige Untersuchung des langwierigen Völkermords, welches seit Jahrzehnten auf Sri Lanka fortgeführt wird. Die genozidalen Gräueltaten der srilankischen Regierung gegen das eelamtamilische Volk erreichten während der finalen Kriegsphase ihren Höhepunkt. Von den 429.059 Menschen, die in der Kriegszone bis September 2008 gelebt haben, haben nur 282.380 Tamilen die von der Regierung kontrollierten Gebiete im Mai 2009 erreicht. Von 146.679 fehlt seitdem jede Spur. Neben den Bombardements auf Schulen, Krankenhäusern und zivilen Notunterkünften, gab die Regierung im Februar 2009 offen zu, dass sie auch die von ihnen deklarierte „No-Fire-Zone“ bombardiert haben.

Auf all diese Verbrechen folgten weitere Verbrechen wie sexueller Missbrauch von Frauen und jungen Mädchen. Erst kürzlich wurden der UN Beweise vorgelegt, die belegen, dass das Militär, und somit auch die Regierung, sogenannte „Rape- Camps“ an mehreren Standorten im Land betreibt. Wir fordern daher eine unabhängige, internationale Untersuchung der Verbrechen gegen das eelamtamilische Volk, die vom srilankischen Staat durchgeführt wurden.

 

2.Sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen

Laut Angaben der Regierung gab es bis Dezember 2009 über 12,000 Kriegsgefangene. Den internationalen Menschenrechtsorganisationen und Humanitären Hilfen wurde jedoch verwehrt die Orte zu besuchen, an denen die Gefangenen festgehalten werden. Es ist auch allgemein bekannt, dass das Militär zusätzlich zu den bekannten Gefängnissen und Haftanstalten auch an unbekannten Orten geheime Gefangenenlager betreiben. Glaubwürdigen Berichten zufolge werden in den Gefängnissen Folter und andere körperliche Misshandlungen durchgeführt. Abgesehen davon wurden kürzlich mindestens zwei politische Gefangene ermordet. Wie viele bereits ermordet worden sind, kann nicht überprüft werden. Wir fordern die sofortige, bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen.

 

3.Beendigung der Militarisierung und der Landenteignungen

Laut einem Bericht, der im Oktober 2011 dem sri-lankischen Parlament vorgelegt wurde, sind von 18.880 km² privatem Land der Tamilen im Norden und Osten bereits 7000 km² und somit mehr als 1/3 des gesamten tamilischen Territoriums durch das sri-lankische Militär besetzt.

Ein kürzlich veröffentlichter Forschungsartikel einer renommierten indischen Zeitschrift deckte auch auf, dass mehr als 180.000 Mitglieder der Streitkräfte – die 60 % der Armee ausmachen- in den nördlichen Provinzen stationiert sind. Zudem sind 18 von 20 Divisionen in den nordöstlichen Provinzen ausgerichtet. Hier wird deutlich, dass die hohe Militärpräsenz sich auf das traditionelle Heimatgebiet der Eelamtamilen konzentriert. Die Militarisierung ist eine wichtige Strategie zur Sicherung der staatlich geförderten Umsiedlungsprogramme, um die überlebenden Tamilen aus ihrer historischen Heimat zu vertreiben. Wir fordern eine sofortige Beendigung der Militarisierung und der Zwangsumsiedlungen, die auf die Zerstörung des kollektiven nationalen Zusammenlebens der Tamilen abzielen.

 

4.Die Anerkennung des tamilischen Selbstbestimmungsrechts, ihrer nationalen Identität und ihrer traditionellen Heimat durch die internationale Gemeinschaft. Die Forderung, das eelamtamilische Volk als eigenständige Nation, das in ihrer traditionellen Heimat mit dem unverzichtbaren Recht auf Selbstbestimmung lebt, anzuerkennen, stellt die drei Grundpfeiler des eelamtamilischen Freiheitskampfes dar, das nun schon über vier Jahrzehnte andauert.

Diese Forderungen wurden von demokratischen Mandaten, die durch das tamilische Volk erteilt wurde, gestärkt. Diese drei Grundsätze wurden bei Wahlen mit einer überwältigenden Mehrheit in 1977, 2001, 2004 und 2010 gefordert. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, diese Grundprinzipien, die auf der tamilischen Nationalpolitik basiert, anzuerkennen.

 

5.Anerkennung der Legitimität der Liberation Tigers of Tamil Eelam

Die Liberation Tigers of Tamil Eelam wurden auf der Basis der andauernden Unterdrückung der Eelam Tamile gegründet. Ihr Kampf reflektiert den kollektiven Willen des tamilischen Volkes auf ein Leben mit Würde und Freiheit als eine unabhängige Nation. Dieser Wille zeigte sich in der überwältigenden Unterstützung des De-facto-Staats, der vier Jahre lang während des Waffenstillstands durch die Tamil Tigers verwaltet wurde. Weitere soziale Errungenschaften durch den Kampf waren die Emanzipation der Frau und das Ende des Kastensystems sowie andere sozialen Barrieren. Aus diesem Grund fordern wir die Anerkennung der Legitimität der LTTE und die Aufhebung ihres Verbots.

Verurteilt die srilankische Völkermordpolitik!!!
Unterstützt die Souveränität des eelamtamilischen Volkes!!!

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தமிழைப் போற்றுவோம் – தமிழ் இளையோர் அமைப்பு யேர்மனி

எமது அன்பிற்குரிய தமிழ் உறவுகளே உங்களுக்கு எமது எழுச்சிகரமான வணக்கத்தையும்,  சர்வதேச தாய்மொழிதின வாழ்த்துகளையும் தெரிவித்துக்கொள்கின்றோம். 

பெப்ரவரி 21.1952 இல் அன்றைய கிழக்கு பாகிஸ்தான் தலைநகர் தாக்காவில் வங்காள மொழியை அரசகரும மொழியாக்கக்கோரி நடத்தப்பட்ட போராட்டத்தின் போது உயிர்நீத்த நான்கு மாணவர்களின் நினைவாக சர்வதேச தாய்மொழித் தினம் உலகளாவிய முறையில் மொழி தொடர்பாக நினைவு கூறப்படும் சிறப்பு நாளாகக் கொண்டாடப்படுகிறது. இந்நாளானது யுனெஸ்கோ அமைப்பால் கடந்த 2000ம் ஆண்டு தொடக்கம் ஆண்டுதோறும் பெப்ரவரி 21ம் திகதி கொண்டாடப்படுகிறது.

பல்வேறு சமூகங்களின் மொழி பண்பாட்டுத்தன்மைகளை பேணுவதுடன் அவற்றுக்கிடையிலான ஒற்றுமையை உருவாக்கும் எண்ணத்தோடு யுனெஸ்கோ அமைப்பால் இந்தினம் கொண்டாடப்படுகிறது. உலகம் முழுவதும் 6000 ற்கும் மேற்பட்ட மொழிகள்  பேசப்பட்டு வருகின்றது. இவற்றுள் 90 விழுக்காடு மொழிகள் 100000 ற்கும் குறைவான மக்களால் பயன்படுத்தப்பட்டு வருகின்றது.

இவற்றுள் 2500 ஆண்டுகளிற்கு மேல்  பழமை வாய்ந்த இலக்கண மரபைக் கொண்ட தமிழ் மொழியும் ஒன்றாகும். தமிழ் மொழியானது 9 கோடிக்கு மேற்பட்ட மக்களால் உலகம் முழுவதும் பேசப்பட்டு வருகின்றது. தமிழீழம், இலங்கை, சிங்கப்பூர் ஆகிய நாடுகளும் தமிழ்நாடுபுதுச்சேரி, அந்தமான் நிக்கோபார்  மாநிலங்களும் தமிழை ஆட்சி மொழியாக கொண்டுள்ளது. அங்கீகரிக்கப்பட்ட சிறுபான்மை மொழியாக தமிழ்  மலேசியாமொரிசியஸ்ரீயுனியன் போன்ற நாடுகளில் உள்ளது.

தமிழில் எழுதப்பட்ட அறத்தை கூறும் திருக்குறள், ஆத்திசூடி, கொன்றை வேந்தன், நாலடியார் போன்ற நூல்களும், நற்றிணை,  குறுந்தொகை,ஐங்குறுநூறு, பதிற்றுப்பத்து, பரிபாடல், கலித்தொகை, அகநானூறு, புறநானூறு ஆகிய எட்டுத்தொகை நூல்களும், ஐம்பெரும் காப்பியங்களான  சிலப்பதிகாரம்மணிமேகலைகுண்டலகேசிவளையாபதிசீவக சிந்தாமணி ஆகிய நூல்களும்,  ஐஞ்சிறு காப்பியங்களான உதயண குமார காவியம்நாக குமார காவியம்யசோதர காவியம்சூளாமணிநீலகேசி போன்ற ஒப்பற்ற நூல்கள் தமிழின் பழமைவாய்ந்த இலக்கண மரபுக்கு சான்றாகும்.

ஆராய்ச்சியாளர்கள் தமிழைப்பற்றி குறிப்பிடும்போது  சுமார்  20000  வருடங்களுக்கு முன்னர் தோன்றிய மொழியாகவும்,  ஹரப்பாமொகஞ்சதாரோசுமேரிய நாககரிகங்களுக்கு முன்னர் தமிழ்மொழி தோன்றியதாகவும் குறிப்பிடுகின்றனர். ஆராய்ச்சியாளரான அலெக்ஸ் கொல்லியர் (Alex Collier) தமிழைப்பற்றி குறிப்பிடும்போது உலகிலேயே மனிதனால் பேசப்பட்ட முதல் மொழி  தமிழென குறிப்பிடுகின்றார்.

The first language known to the humans is a language called „TAMIL“ spoken widely in the southern parts of India.                                                                               – Alex Collier

மொழிகளின் சிறப்புகளைக் கொண்டாடும் இன்றைய நாளில் இந்தி திணிப்பிற்கு எதிராக போராடி உயிர் நீத்த மொழிப்போர் தியகிகளிற்கு தமிழ் இளையோர் அமைப்பு யேர்மனி தனது வீரவணக்கத்தை தெரிவித்துக்கொள்கிறது. 

பல உயிர்களின் தியாகத்தினாலும், பல தமிழ் அறிஞர்களின் தியாகத்தாலும் காப்பற்றப்பட்ட தமிழ்மொழி இன்று அழிவை நோக்கி பயணிப்பதற்கு தமிழர்களாகிய நாமே காரணமாய் இருப்பது வேதனைக்குரிய விடயமாகும். தமிழ்மொழியை அழிவுப்பாதையில் இருந்து தடுப்பதற்கும், தமிழின் பண்பாட்டுத்தன்மையை பேணி பாதுகாப்பதற்கும் உங்கள் குழந்தைகளிற்கு தாய்மொழியை படிப்பிக்குமாறும், தமிழர்களிடம் தமிழில் உரையாடுமாறு தமிழ்  இளையோர் அமைப்பு -யேர்மனி உரிமையுடன் கேட்டுக்கொள்கிறது.

வாழ்க நிரந்தரம் வாழ்க தமிழ்மொழி

வாழிய வாழிய வே!

வான மளந்த தனைத்தும் அளந்திடும்

வண்மொழி வாழிய வே!

ஏழ்கடல் வைப்பினுந் தன்மணம் வீசி

இசைகொண்டு வாழிய வே!

எங்கள் தமிழ்மொழி! எங்கள் தமிழ்மொழி!

என்றென்றும் வாழிய வே!

சூழ்கலி நீங்கத் தமிழ்மொழி ஓங்கத்

துலங்குக வையக மே!

தொல்லை வினை தரு தொல்லை யகன்று

சுடர்க தமிழ்நா டே!

வாழ்க தமிழ்மொழி! வாழ்க தமிழ்மொழி!

வாழ்க தமிழ்மொழி யே!

வானம் அறிந்த தனைத்தும் அறிந்து

வளர்மொழி வாழிய வே!

                               – மகாகவி சுப்ரமணிய பாரதியார்

நன்றி 

தமிழ் இளையோர் அமைப்பு யேர்மனி

தமிழரின் தாகம் தமிழீழத் தாயகம்

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Internationale Tag der Muttersprache

Seit dem Jahr 2000 wird der internationale Tag der Muttersprache weltweit jährlich am 21. Februar gefeiert. Dieser Tag wurde durch die Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um die sprachliche und kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit zu fördern. Von den rund 6.000 Sprachen auf der Welt sind etwa 2.500 vom Aussterben bedroht. Die Gründe sind vielfältig: Krieg, Völkermord, Landenteignung und die daraus resultierende Unterdrückung und Ungerechtigkeit sowie der Zwang eine Amtssprache sprechen zu müssen sind einige davon.

Auch Tamil gehört zu den Sprachen, die vom Aussterben bedroht sind. Tamil gehört der drawidischen Sprachfamilie an und zählt zu den ältesten Sprachen der Welt. Die tamilische Sprache wird überwiegend von Tamilen in Tamil Eelam, Indien, Singapur und Malaysia gesprochen und ist durch eine Jahrtausend alte Literaturgeschichte geprägt.

Das tamilische Alphabet besteht aus 247 Buchstaben, wobei es sich aus 12 Vokalen, 18 Konsonanten, einer Kombination der Vokale und Konsonanten (12×18 = 216) und einem Sonderbuchstaben zusammensetzt.

Zu den bekanntesten tamilischen Werken zählt Thirukkural, welches nicht nur von Tamilen, sondern auch international hoch angesehen wird und in mehreren Sprachen übersetzt wurde. Es thematisiert die Lebensweise des Menschen, insbesondere die Moral und Ethik und stellt ein grundlegendes Werk für jeden Tamilen dar.

Bereits zur Kolonialzeit (1505 bis 1948) ging durch den Einfluss der Kolonialmächte eine Bedrohung für die tamilische Sprache aus, da immer mehr Begriffe aus dem portugiesischen, holländischen und englischen Wortschatz in die tamilische Sprache übernommen wurden und bis heute umgangssprachlich verwendet werden. Dennoch stellt die Unabhängigkeit Sri Lankas im Jahr 1948 einen drastischen Wendepunkt in der tamilischen Geschichte dar.

Die britische Kolonialmacht, welche die letzte Herrschaftsmacht war, vereinte die beiden zuvor getrennten Staaten Tamil Eelam und Sri Lanka (unter einem gemeinsamen politischen System) zu einem Staat und übergab die Herrschaft dem singhalesischen Volk. Dies war der Beginn der Unterdrückung der Tamilen. Neben der systematischen Tötung der Tamilen wird auch die Einschränkung der Bildungsmöglichkeiten der Tamilen als gezielte Waffe eingesetzt, um die tamilische

Sprache, Kultur und Tradition auszulöschen. So wurde im Jahr 1956 das sogenannte „Sinhala only act“ eingeführt, mit der die singhalesische Sprache als einzige Amtssprache festgelegt wurde. Folglich waren Tamilen gezwungen, die singhalesische Sprache zu lernen, um wichtige Führungspositionen einnehmen zu können oder den Zugang zu Universitäten zu erhalten. Zudem mussten tamilische Studenten für eine Hochschulzugangsberechtigung bessere Noten aufweisen als singhalesische Studenten. Auch die Verbrennung der Jaffna Bibliothek, im Jahre 1981 war ein bedeutender Akt der sri-lankischen Regierung, um die tamilische Kultur auszulöschen und die Bildungsmöglichkeiten für Tamilen zu erschweren. Mit der Verbrennung von nahezu 97.000 wertvollen Büchern und Sammlungen wurde ein wichtiges Kulturgut und ein Teil der tamilischen Geschichte ausgelöscht.

Die Sprache dient der Identifikation; unsere Muttersprache ist das Einzige, was uns als Tamilen kenntlich macht und uns als eine Nation vereint. Auch der tamilische Anführer Veluppillai Prabhakaran betont in seinem Werk die Bedeutung der Muttersprache für den Freiheitskampf: „Sprache, Kunst und Kultur erscheinen als Säulen des Gebäudes einer nationalen Gemeinschaft. Sie sind die Seele einer Nation. Sie sind das Fundament einer nationalen Zivilisation“. Somit sind Sprache, Kunst und Kultur die Grundbausteine einer Nation. Nur wer seine eigene Sprache und Geschichte kennt, kann den tamilischen Freiheitskampf für einen unabhängigen Staat Tamil Eelam nachvollziehen und seine Pflichten gegenüber seinem Land erfüllen. Da wir in unserem eigenen Land nicht die Möglichkeit haben, unsere Sprache und Kultur auszuleben, ist es umso wichtiger, dass wir, in der Diaspora lebenden Tamilen, unsere Sprache, Kultur und die tamilische Geschichte lernen und es den nächsten Generationen weitergeben. Es liegt in unserer Hand, dass unsere Sprache und unsere Geschichte nicht in Vergessenheit geraten.

http://web.worldbank.org/archive/website01241/WEB/IMAGES/SRILANKA.PDF

http://www.k-international.com/blog/tag/unesco/

http://www.tyo-germany.com/2016/05/die-bibliothek-von-jaffna/

https://www.cs.mcgill.ca/~rwest/link-suggestion/wpcd_2008-09_augmented/wp/t/Tamil_language.htm

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Proteste in Kepapulavu

Bereits 2012 regte sich Widerstand gegen die ungesetzmäßige Landenteignung durch das sri-lankische Militär. Die Menschen in Kepapulavu machten damals durch Demonstrationen auf ihre Situation aufmerksam. Jedoch wurden diese Proteste durch staatliche Eingriffe unterbunden. Man vertröstete die Menschen mit Grundstücken, die außerhalb ihres Dorfes lagen und nicht die Heimat der Geschädigten war. Die geschädigten Tamilen sind nicht mehr bereit, auf ihre Rechte zu verzichten. Sie verlangen ihr Grund und Boden zurück, welches ihnen rechtmäßig zusteht. Die Proteste sollen solange fortgesetzt werden, bis es eine endgültige Lösung zugunsten der Geschädigten gibt.

Die Proteste haben auch Auswirkung auf die tamilische Gesellschaft. An den Protesten sind 84 Familien beteiligt, hauptsächlich Frauen und Kinder. Die Männer sind zum einen im Krieg verstorben oder verschollen, und zum anderen sind es Männer, die täglich arbeiten müssen um ihre Familie zu versorgen. Diejenigen, die in dieser Situation am meisten geschädigt werden, sind die Kinder. Sie versäumen den Unterricht in der Schule und werden von ehrenamtliche Lehrkräften vor Ort unterrichtet. Durch diese Situation werden die Kinder ihrer Bildung beraubt und somit auch Einfluss auf ihre Zukunft genommen. Einigen Kindern fehlt der nötige Schutz zu Hause, da die Mütter auf den Demonstrationen für ihre Rechte kämpfen.

„Wenn wir diesen Ort hier verlassen, dann kehren wir zu den Grundstücken zurück, die ursprünglich uns gehörten, und zu keinen anderen. Wir werden solange weiterkämpfen, bis wir unser Land bekommen“, so eine der entschlossenen Aktivistinnen.

Es ist die Pflicht eines jeden Einzelnen, die Lage der in der Heimat lebenden Tamilen der internationalen Gemeinde zu verdeutlichen. Grundstücksenteignungen sind nur eines der vielen Probleme, die durch die sri-lankische Regierung verursacht werden. Gewalt gegen Frauen und Entführungen gehören dort zum Alltag. Daher ist es unsere Pflicht, am 06.03.2017 in Genf unsere Stimmen für die Gerechtigkeit der Tamilen zu erheben und gegen den fortlaufenden Genozid an das tamilische Volk zu kämpfen.

 

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UN Bericht: Sri Lankas Unfähigkeit Gerechtigkeit zu schaffen

Der erwartete Bericht des UN-Berichterstatters für Folter, Juan Mendez, kommt zum Ergebnis, dass in Sri Lanka immer noch die „Kultur der Folter“ besteht. Er wurde am Mittwoch, den 25.01.2017 veröffentlicht und sollte nun vom Europäischen Parlament geprüft werden. Der Bericht erhöht die seriösen Bedenken hinsichtlich der Folter in Sri Lanka und der Unfähigkeit der Regierung, die missliche Situation zu verbessern.

Der Bericht empfiehlt dem Staat die sofortige Schließung des Poonthotam Rehabilitationszentrums sowie alle dort und an weiteren Orten Inhaftierten zu entlassen. Da das UN-Komitee gegen Folter bereits im Dezember gerechte und wirksame Maßnahmen der Folterbeseitigung vorschlug, sollte dies die endgültige Aufforderung sein.

Mangelnde Unabhängigkeit

Juan Mendez festigte zudem die Berichte der immer noch stattfindenden „White-Van Entführungen“ unter dem Präsidenten Sirisena. Seriöse Untersuchungen, die durch das „International Truth and Justice Project“ erstellt wurden, bestätigen brutale Foltermethoden einschließlich Verbrennung, Erstickung und Vergewaltigung, die über mehrere Tage, wenn nicht sogar mehrere Wochen stattgefunden haben sollen.

Nach dem Bericht von Juan Mendez liegt die Ursache im grundsätzlichen Versagen des sri-lankischen Justizsystems – ihre strukturelle Unfähigkeit, Untersuchungen gegen eigene Sicherheitskräfte einzuleiten sowie im Widerwillen der Generalstaatsanwalt, Strafen zu verfolgen. Richter würden zumeist nur nach Hinweisen urteilen, die nach subjektiven Empfindungen von der Polizei geliefert wurden, und nicht nach faktischen Beweisen.

Höchstbesorgt

Beispielsweise ist der Beamte, der das „Rehabilitationslager“ seit dem offiziellen Ende des Krieges führt, nunmehr auch der zweitleitende Beamte in der Abteilung der Generalstaatanwaltschaft – wie ist hierbei überhaupt eine unvoreingenommene Untersuchung möglich?
Herr Mendez sagte, er wäre „höchst besorgt“, dass Behauptungen der Folter nicht untersucht wurden. Er behauptet, dass nicht mal eine starke nationale Menschenrechtskommission dazu fähig sei, diese Straffreiheit zu beheben. Sein Bericht sei eine rechtzeitige Gedächtnishilfe an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein, der im September 2015 darüber schrieb, dass Sri Lankas Sicherheitssektor und ihr Rechtssystem seit Jahrzehnten durch Korruption und Straflosigkeit verdorben sind. Aus diesem Grund hat der UN-Hochkommissar die Errichtung eines speziellen hybriden Ad-Hoc-Gerichtes empfohlen, die internationale Richter, Ankläger, Rechtsanwälte und Ermittlungsbeamte beinhaltet, um Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit mit unabhängig recherchierenden gerichtlich vorgehenden Organen wie Verteidigungsbüro, Zeugen und Opferschutzprogramm zu ermitteln“.

Viele argumentieren noch immer, dass internationale Richter die Absicht haben, das Vertrauen der Opfer in zukünftigen Prozessen zu gewinnen, wobei sie eigentlich die Tatsache verstecken, dass das jetzige System nicht fähig ist, diese Verbrechen zu untersuchen. Herr Mendez Bericht erinnert uns nicht nur an die mutigen Familien von den Verschwundenen, die die Notwendigkeit haben an dem zukünftigem Transitional Justice Prozess des Landes teilzunehmen, sondern auch an denen, die im Schweigen unsichtbar aufgrund der Verfolgung und sexuellen Gewalt leiden. Der UN -Berichterstatter ist sich bewusst, dass auch die Überlebenden im Ausland hierbei mit einbezogen werden müssen.

Quelle: http://www.jdslanka.org/index.php/news-features/human-rights/660-un-report-exposes-sri-lankas-structural-inability-to-deliver-justice

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4. Februar 1948 – Ein schwarzer Tag für die Tamilen

Man hört das Lachen der Menschen auf den Straßen in Sri Lanka; wir hören das Wimmern tamilischer Mütter. Man hört die Feuerwerkskörper auf den Straßen in Sri Lanka, die zur Feier des Tages angezündet werden; wir hören das Explodieren der Minen, die unsere Brüder und Schwestern in den Tod rissen.

Es ist der 4. Februar, der Tag, an dem eine ganze Nation feiert. Sri Lanka, die „Perle des Ozeans“, feiert die Unabhängigkeit von Großbritannien, die größte Kolonialmacht seiner Zeit. Doch für einen Teil der Insel ist dieser Tag nicht der Tag der Unabhängigkeit, sondern der Beginn einer Unterdrückung – gemeint ist die Unterdrückung der tamilischen Bevölkerung auf der Insel.

Ein Volk, dessen Widerstand blutig niedergeschlagen wurde und an denen ein Genozid ausgeübt wurde. Nach offiziellen Angaben sei der Bürgerkrieg zwar beendet und der Frieden eingekehrt, doch noch immer leiden die Menschen unter der strukturellen Unterdrückung. Das Volk erfährt weiter einen passiven Genozid, in dem man ihnen der Zugang zur Grundversorgung verwehrt und jegliche Existenz erschwert wird – ein systematischer Versuch, das Volk auszulöschen. Tamilen werden ihrer Identität beraubt, ihre Sprache soll nicht weiter unterrichtet werden, jedes kulturelle Institut wird zwangsgeschlossen. Die stetige Präsenz der Armee dient zur Einschüchterung des Volkes.

Die Bewohner von Keppapilavu in Mullaitivu halten derzeit vor den Mauern der Militärbasis einen Protest, um die vom Militär beschlagnahmten Grundstücke zurückzufordern. Die Keppapilavu Bewohner möchten zu ihren traditionellen Gebieten und somit auch zu ihren Häusern zurückkehren. Den Bewohnern wurden alternative Grundstücke angeboten, die sie aber zu Recht ablehnten. Srilankische Militäroffiziere warnten die Dorfbewohner, dass man sie dauerhaft vertreiben würde, wenn sie mit dem Protest nicht aufhören und die alternativ angebotenen Grundstücke und Entschädigungen annehmen würden. Die Bewohner lassen sich nicht einschüchtern und führen ihren Protest weiterhin fort. Eine Frau unter den Dorfbewohnern äußerte in einem Interview, dass der Unabhängigkeitstag für sie ein historisch schwarzer Tag sei, da sie weiterhin Leid erfahren, in ständiger Unterdrückung leben sowie vor weiterer Flucht und Vertreibung zu fürchten hätten. Der 4. Februar ist mitnichten ein Tag zum Feiern, es ist der Tag an dem alles begann, der Tag, an dem die Tamilen ihre Rechte verloren haben.

Menschrechtsaktivisten, internationale Organisationen und die tamilische Diaspora haben eine durch die UN eingerichtete, unabhängige, internationale Untersuchung zu den diesjährigen Menschenrechtsratssitzungen in Genf vehement gefordert, um den Genozid an den Eelamtamilen zu untersuchen, diesen anzuerkennen und die Verbrecher der Justiz auszuliefern, um das Leiden der Eelamtamilen endlich ein Ende zu setzen.

Die Tamilen fordern Gerechtigkeit und Freiheit für ihr Volk. Die einzig wahre Unabhängigkeit für die Tamilen ist Tamil Eelam.