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Weltfrauentag

Frauenhandel, Familiäre Gewalt, Genitalverstümmelung, Gewalt an Frauen, Säureattentate, Steinigungen, Vergewaltigungen als Waffe für Völkermord, Verbrechen im Namen der Ehre, Zwangsheirat, Zwangsprostitution – all das sind Verbrechen und Frauenrechtsverletzungen, die heutzutage allgegenwärtig sind. All diese grauenvollen Taten werden noch immer in einer Zeit der Entwicklung und Moderne ausgeübt.

Jede dritte Frau hat bereits Erfahrungen mit Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch, sexueller Gewalt oder ähnlichem machen müssen. Das sind fast eine Milliarde Opfer. Die Stellung der Frau ist sogar in westlichen, vermeintlich fortschrittlichen Ländern beeinträchtigt. Von ungerechter Bezahlung für dieselbe Tätigkeit, mangelnden Aufstiegschancen, über Bildung bis hin zur Stellung in der Politik werden sie weiterhin benachteiligt. Vor allem in Kriegsgebieten sind Verbrechen gegen Frauen und Mädchen häufig aufzufinden. Organisationen wie UN Women, Amnesty Women, HeForShe und viele andere kämpfen bereits seit Jahrzehnten gegen diese Verbrechen an.

Auch in Sri Lanka ist die Lage der tamilischen Frauen nicht anders. Besonders betroffen sind Ehefrauen und Töchter von ehemaligen LTTE-Mitgliedern, die in Haft genommen wurden. Sie leben unter ständiger Angst und Furcht, vom singalesischen Militär der Polizei für eine vermeintliche Befragung entführt zu werden, um dann letztlich gefoltert und sexuell missbraucht zu werden.

Die Stellung der tamilischen Frauen war nicht immer so, wie sie heute ist. Der Frauen-Kader der LTTE bot den Frauen die Möglichkeit, sich für ihre Rechte einzusetzen, selbstbewusster zu sein und ohne Angst leben zu können. Sie konnten ihre Freiheit ausleben, ohne der ständigen Unterdrückung durch die Gesellschaft oder der Regierung ausgesetzt zu sein. Somit konnten sie sowohl ihre eigene, als auch die Stellung der anderen tamilischen Frauen in der Politik, aber auch in der Gesellschaft verbessern.

Heute, am Weltfrauentag geht es nicht nur um die Aufklärung der Probleme, mit denen Frauen tagtäglich zu kämpfen haben, sondern um deren langfristige Bekämpfung.

Der Unterschied zwischen Mann und Frau… – es gibt keinen. Das muss zunächst denen bewusst werden, die immer noch in diesem Glauben sind. Frauen sind Männern in keiner Weise unterlegen. Frauen sind für die Gesellschaft wichtig; das waren sie schon immer. Eine Frau muss zunächst selbst an ihre Wichtigkeit

und ihren Werten glauben, und anderen von diesen überzeugen. In Zeiten, in denen Frauen mit solchen Problemen konfrontiert sind, ist es umso wichtiger, dass auch Männer ihnen ihre Unterstützung zeigen. So wird ein Zeichen der Gleichheit gesetzt. Viele Frauen haben es heute hinsichtlich vieler Aspekte weit geschafft.

Um die Verbrechen und Menschrechtsverletzung zu stoppen, kämpften sie sich hoch in die Politik, was einst mehrheitlich nur aus Männern bestand. Sie haben Organisationen gegründet, gehen auf die Straße und protestieren. Die Frauen von heute haben sich geöffnet und zeigen Widerstand. Wie die tamilischen Frauen in Tamil Eelam. Auch sie nehmen zunehmend eine bedeutende Rolle in der Politik ein und kämpfen stets für die Rechte der tamilischen Frauen. Es ist eine Art Revolution, die langsam, aber mit Erfolg voranschreitet.

Betroffen sind die Tamilen vor allen Dingen durch die ungewöhnlich hohe Militarisierung der tamilischen Heimatsgebiete. Die Militarisierung bedeutet für die Tamilen Folter, Vergewaltigungen, Landenteignungen und ein Leben in ständiger Ungewissheit und Angst. Im Norden und Osten der Insel Sri Lanka sind es aktuell eine Vielzahl von Frauen, welche die treibende Kraft sind, um die Proteste sei es um ihre Vermissten Familienangehörigen oder die Rückforderung ihrer Ländereien, wie zum Beispiel in Keppapulavu, einzufordern. Wenn auch gerade diese Frauen durch die Streitkräfte der srilankischen Regierung am meisten betroffen sind.

Aus diesem Grund möchten wir am diesjährigen Weltfrauentag abermals auf die Entmilitarisierung der tamilischen Heimatsgebiete hinweisen und drängen.

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