Annai Poophathi

Am 19.04.1988 gedenken die Tamilen weltweit den Tod von Annai Poophathi (übersetzt: Mutter Poophathi). Dieser Tag wurde in Tamil Eelam zum Tag der Patrioten erklärt.

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1987 traten aufgrund des indisch – sri-lankischen Abkommens die IPKF (indian peace keeping force) in Sri-Lanka ein, um für einen dauerhaften Frieden zwischen der sri-lankischen Regierung und der LTTE zu sorgen. Jedoch war dem nicht so. Statt zwischen beiden kämpfenden Parteien zu vermitteln, stellte sich die indische Regierung gegen die LTTE und versuchte dem Streben nach einem eigenen Staat ein Ende zu bereiten.

Um dem Kampf ein Ende zu bereiten wurden von der Batticaloa-Ampaarai-Mütter-Front, zu der auch Annai Poophathi gehörte, Proteste organisiert. Es wurde ein Hungerstreik mit folgenden Forderungen begonnen:

  • Einleitung der Friedensverhandlungen mit der LTTE, um eine langfristige Lösung für das eelamtamilische Volk zu finden
  • Sofortiger Waffenstillstand zwischen LTTE und IPKF

Da sich dem Protest immer mehr Menschen anschlossen, wurden sie am 04.01.1988 auf ein Gespräch in Thirumalai eingeladen, welches jedoch erfolglos blieb. Daraufhin beschlossen sie einen „Hungerstreik bis zum bitteren Ende“ durchzuführen.

Annamma David war die Erste, die am 16.02.1988 im Amirthakazhi Maamankeswar Tempel den Hungerstreik begonnen hat. Jedoch wurde sie von indischen Truppen entführt. Einen Monat später fing Annai Poophathi ihren Hungerstreik an, nachdem sie folgenden Brief verfasste:

„Ich habe freiwillig beschlossen, diesen Widerstand zu leisten. Wenn mein gesundheitlicher Zustand sich rapide verschlechtern sollte, sollten sowohl meinem Ehemann, als auch meinen Kindern verwehrt werden, mich ins Krankenhaus einzuliefern.“

Trotz fortlaufender Verhaftungen von Unterstützern und sogar ihrer eigenen Kinder hörte sie mit ihrem Hungerstreik nicht auf. Am 19.04.1988 verstarb Annai Poophathi.

Heute ist sie ein Vorbild für viele Frauen geworden. Sie hat gezeigt, dass das Alter und Geschlecht nicht von Bedeutung sind und jeder das Recht hat für die Freiheit zu kämpfen.

Tamilische Journalisten von sri-lankischen Soldaten bedroht

Am 21.März wurden während der Berichterstattung eines Protests von Familienangehörigen einer Verschwundenen in Marthankerny drei tamilische Journalisten von sri-lankischen bedroht und belästigt.

Einer der Journalisten berichtete dem „Tamil Guardian“ über diesen Vorfall: „Drei von uns aus Jaffna und Chavakachcheri sind zu diesem Protest gegangen. Auf dem Weg machten Soldaten Fotos von uns. Wir dachten, dass passiert einfach des Öfteren. Nachdem wir fertig waren, sahen wir auf dem Rückweg Soldaten, die auf einer Baustelle in der Nähe des Protest-Ortes in Einsatz waren. Auf dem Rückweg nach Jaffna bemerkten wir, dass zwei Soldaten uns auf Motorrädern verfolgten. Sie riefen uns auf gebrochenem Tamil zu, anzuhalten. In dieser Gegend waren keine anderen Menschen, weshalb wir auch nicht stoppten. Die Soldaten verfolgten uns circa sieben Kilometer und versperrten uns schließlich an der Puthukaadu-Kreuzung den Weg. Sie fragten uns, weshalb wir gekommen waren. Als wir antworteten, dass wir Reporter seien, notierten sie die Kennzeichen unserer Motorräder und sagten uns, wir bräuchten ihre Erlaubnis, wenn wir kommen wollen. Sie drohten uns, wir sollen ohne Umwege direkt nach Jaffna zurückkehren. Einer kam uns so nahe, als wollte er uns angreifen. Wir gaben nach und entschuldigten uns, worauf sie uns anschließend gehen ließen“.

Quelle: http://tamilguardian.com/content/tamil-journalists-threatened-sri-lankan-soldiers