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Landenteignung – Sri-Lanka

Nach dem 2. Weltkrieg wurden Enteignungen zunehmend als Nationalisierung bezeichnet, um die Individualinteressen des Eigentümers auf die staatlichen Interessen zu lenken.

Selbiges geschieht auch in in Sri-Lanka, um eine Nation ,,auszurotten“. Die singhalesische Regierung enteignet große Landflächen in tamilischen Gebieten, um Militärbasen zu errichten, die die tamilische Bevölkerung überwachen und das tamilische Gebiet verkleinern sollen, um die Tamilen als Volk immer mehr einzugrenzen.

Über Nacht verloren viele Tamilen ihr Land ohne jegliche Vorinformationen. Das seit Jahrzehnten von ihnen bewohnte und bewirtschaftete Land, wurde ihnen gewaltsam entrissen. Das Gesetz erlaubt zwar eine Enteignung privaten Landes, aber auch nur, wenn dieser einer ,,öffentlichen Nutzung“ zugeführt werden sollte, was sich aber in der Realität Sri-Lankas jedoch anders widerspiegelt. Auf dem enteignetem Land wurden Privathäuser, Ferienhäuser und landwirtschaftliche Nutzflächen erstellt, die vom singhalesischen Militär genutzt werden.

Eine wichtiges Gesetz ist der „Schutz gegen Enteignung“, welcher besagt, dass die enteignete Bevölkerung eine Entschädigung in Form einer unverzüglichen und angemessenen Zahlung erhält. Einige Tamilen erhielten auch Ersatzländer; diese bestanden jedoch aus unbewohnten Waldgebieten, die zudem von Elefanten durchkreuzt wurden.

Aber eine Vielzahl der enteigneten Bevölkerung wurde einfach vertrieben und musste selbst dafür sorgen, wie sie ihr Überleben sicherten. Kein Tamile unterschrieb das Abkommen freiwillig, sondern aus Angst, denn wenn dies nicht geschah, wurden sie mit Gewalt konfrontiert.

Jeder enteignete Tamile war somit gezwungen, seine vertrauten vier Wände für immer zu verlassen.

Mit der Enteignung wurde ihnen nicht nur Land, sondern auch ihre Lebensgrundlage genommen. Die, die sich vorher selbst versorgen konnten, sind nun auf Hilfe angewiesen. Sie müssen zu Verwandten flüchten, um zu überleben und sind gezwungen, sich neu anzupassen.

Zudem wird durch Landenteignung der Zugang zum Meer versperrt; dadurch wird die wirtschaftliche Existenz vieler Fischer gefährdet. Aus den enteigneten Küsten- und Grundstücke sollen dann Touristenstrände und Hotelanlagen entstehen. Ein gutes Beispiel ist der Passikudah.

Obwohl Passikudah eines der schönsten Strände des Landes ist, ist die Geschichte hinter diesem Strand kritisch zu beäugen, denn es ist eine von der Regierung aufgerufene touristische Entwicklungszone, die teils nur durch Landenteignung und anderen Maßnahmen, die die lokale Bevölkerung negativ beeinflusst, möglich gemacht werden konnte.