In this photograph released by the pro-LTTE website TamilNet.com on May 2 are what they say show some of the 64 people killed and 87 wounded by shelling at a makeshift field hospital in Mullivaikal...In this photograph released by the pro-Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) website TamilNet.com, obtained by Mercy Mission, on May 2, are what they say show some of the 64 people killed and 87 wounded by shelling on May 2, 2009 at a makeshift field hospital in Mullivaikal, in the south of the last scrap of land held by the guerrillas. The military denied the report saying the LTTE may have set off explosions near the hospital. Sri Lanka has disregarded heavy Western pressure to call a truce to protect tens of thousands of civilians trapped by the LTTE in the war zone, a 5-square km (2-sq mile) strip of coast. It is difficult to get a clear picture from the war zone, which is generally off-limits to outsiders.       REUTERS/www.Tamilnet.com/Handout  (SRI LANKA MILITARY CONFLICT POLITICS) QUALITY FROM SOURCE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. TEMPLATE OUT

Mullivaikal

Im Alter von 6 Jahren floh ich mit meinem Vater aufgrund der Luftangriffe der sri-lankischen Regierung gegen das tamilische Volk aus unserem Heimatdorf. Doch nirgendwo war es sicher. Kein Ort, wo man sich für kurze Zeit ausruhen könnte. Voller Hoffnung erreichten wir schließlich mit hundert anderen Geflohenen den Ort Mullivaikal. Uns wurde von der Regierung mitgeteilt, dass sich in diesem Gebiet eine Sicherheitszone befindet und wir nichts zu befürchten hätten. Man versprach uns Trinkwasser, Nahrungsmittel und Medikamente. Jedoch war dem nicht so. Wir mussten uns dort in Bunkern verstecken, um nicht vom andauernden Bombardement und Kugelhagel durch die Regierung getroffen zu werden.

Einige Stunden später sagte mir mein Vater, dass ich im Bunker bleiben sollte. Er wollte etwas Wasser holen und baldigst zurück sein. Ich versprach ihm, unter keinen Umständen den Bunker zu verlassen oder nach draußen zu blicken. Zu dem Zeitpunkt verstand ich nicht, warum er so sehr auf dieses Versprechen bestand.

Einige Zeit, nachdem er den Bunker verließ, hörte ich eine Explosion in einer Lautstärke wie nie zuvor. Darauf folgte ein kurzer Moment völliger Ruhe, was mich erleichterte. Doch auf einmal war ein Aufschrei der Menschen zu hören. Ich wollte sofort aufstehen, um zu sehen was passiert ist, doch ich erinnerte mich an das Versprechen, das ich meinem Vater gab. Stattdessen schrie ich mehrmals nach ihm, doch ich bekam keine Antwort. Aus Verzweiflung stand ich auf, um ihn zu suchen.

Ich ging nach draußen und stand da wie angewurzelt. Ich war fassungslos beim Anblick von abgetrennten Gliedmaßen, Leichen und all dem Blut. Ich fing an zu weinen. Nun verstand ich, warum meinem Vater dieses Versprechen so wichtig war. Jedoch verstehe ich bis heute nicht, womit wir all das verdient hatten.

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