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Black July 1983 – Hab und Gut der Tamilen

Das Bild vermittelt den Eindruck einer Kriegssituation, in der die Städte verwüstet wurden. Im Juli 1983 wurde dieser Eindruck bestätigt, denn in Sri Lanka wurden Häuser, Geschäfte und sonstige Einrichtungen in Brand gesetzt und komplett zerstört. Von der Zerstörung waren aber nicht alle Menschen betroffen, da es hierbei um die gezielte Auslöschung eines Volkes ging… der Eelam-Tamilen! Das im Norden und Osten des Landes beheimatete Volk wurde von Singhalesen verfolgt, gefoltert und getötet, und das nur aufgrund der Tatsache, weil sie als Tamilen geboren wurden. Die Machenschaften der singhalesischen Bevölkerung wurden von der srilankischen Regierung nicht geahndet, im Gegenteil: die Regierung befürwortete, förderte und belohnte die Täter dafür.

Nicht nur in tamilischen Gebieten, sondern auf der gesamten Insel wurden Eelam-Tamilen angegriffen. Der Grundsatz war, möglichst viele Tamilen anzugreifen und ihr Hab und Gut zu zerstören. In Pettah beispielsweise wurden Modeläden, Elektronikgeschäfte und weitere von Tamilen geführte Läden nach und nach attackiert. Die Regierung registrierte allein in Pettah eine Zerstörung von über 20.000 Geschäften, doch bis heute wurde keiner zur Rechenschaft gezogen oder verurteilt. Die Fälle vom Juli 1983 sind keine Einzelfälle. Auch heute noch gehört der systematische Angriff der Regierung auf die Eelam-Tamilen durch vereinzelt-gezielte Attacken zur Tagesordnung.

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