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Erinnerungen…

In Erinnerung bleibt, was einen emotional berührt. Deshalb bleibt uns auch Black-July in Erinnerung. Denn jeder Eelam-Tamile ist von Black-July direkt oder indirekt betroffen. Er hat einen emotionalen Anker zu diesem bedeutsamen Monat.

Black-July war das Ereignis, welches auf Sri Lanka die meisten Tamilen zwang, ihre Heimat, ihre Familie und all ihren Besitz zu verlassen und sich in das Ungewisse zu stürzen. Viele von ihnen verloren dabei ihr Leben. Wie soll so eine starke Emotion vergessen werden?

Wir können es nicht vergessen, weil es für die Verbrecher dieser Gräueltaten niemals Konsequenzen gegeben hat. Dadurch, dass diese Tat nie geahndet worden ist, besteht stets die Gefahr, dass es zu einer Wiederholung der Ereignisse kommen kann. Somit können wir es nicht vergessen, denn dann würden wir auch den Glauben an die Gerechtigkeit verlieren.

Der polnische Journalist jüdischer Abstammung, Marian Turski, sagte passend hierzu: „Jedes Mal, wenn ein Mensch anderen Glaubens oder Ethnie beleidigt, bedroht oder verletzt wird, dann fängt Auschwitz stets von vorne an.“ Black July ist unser Auschwitz. Die gleiche Motivation, der gleiche Hass und derselbe Grund. Wir können und dürfen diese Gräueltaten, die die srilankische Regierung an den Eelam-Tamilen verübt hat, nicht vergessen. Denn 100.000 Menschen sind dabei gestorben und eine noch größere Anzahl wurde verletzt oder vertrieben.

Warum müssen Menschen getötet werden, wenn sie niemandem etwas getan haben? Warum muss das junge, kleine Mädchen brutal vergewaltigt und zu Tode gequält werden, wenn es noch nicht mal weiß, was böse ist!?

Ein ganzes Volk zu traumatisieren aus chauvinistischen Gründen, darf nicht ohne Konsequenzen bleiben! Viele Menschen sind nicht nur an den direkten Folgen gestorben, sondern ihnen wurde durch die Zerstörung der Häuser und Geschäfte die gesamte Existenzgrundlage genommen, sodass sie an dessen Folgen wie Hunger verstarben.

Kant sagte einst: „Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird.“ Kant hat Recht! Wir werden immer auf die grausamen Black-July-Ereignisse von 1983 aufmerksam machen und die Verstorbenen ins Gedächtnis hervorrufen, denn wir wollen niemals unsere Schwestern und Brüder sterben lassen!

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