Tamilische Demonstranten konfrontieren Maithiripala Sirisena in Jaffna

Der srilankische Präsident Maithiripala Sirisena besuchte die sogenannten „Black Flag“- Proteste in der Hochschule in Jaffna. Die Proteste wurden von tamilischen Aktivisten und Politikern durchgeführt.

Der Präsident versuchte durch seine Bemühungen pressewirksam einen guten Eindruck zu hinterlassen. Er wollte seine „Unterstützung“ für die tamilischen Demonstranten kundtun. Noch vor den Demonstrationen gab er eine Stellungnahme ab, dass in Kürze ein internes Treffen mit der Regierung angesetzt sei, in der über die Forderungen der hungernden tamilischen Gefangenen entschieden wird. Doch die Demonstranten zeigen sich nicht einverstanden und wollten nicht vertröstet werden. Sie fordern eine sofortige Entscheidung, zumal der Präsident, als Führer des Landes alle Kompetenzen besitzt, die zu Unrecht festgehaltenen Gefangenen zu entlassen Die Demonstranten verdeutlichten ihre Position und kündigten an, den Protest weiter zu intensivieren, wenn der Präsident nicht in Kürze handeln sollte. Die Gesundheit der Demonstranten befindet sich am 20. Tag der „fast – to – death“- Kampagne in einem kritischen Zustand.

Nach dem Zusammentreffen mit den Demonstranten nutze der srilankische Präsident die Gunst der Stunde und erwähnte bei der Rede, er sei extra aus seinem Wagen ausgestiegen und sei auf die Demonstranten zugegangen um mit ihnen über ihre Belange zu sprechen. Jedoch würden sie das Gespräch verweigern.

Währenddessen kamen die 20 Organisationen, die am Freitag den Protest erfolgreich organisierten und unterstützten, zusammen. Sie tauschten sich über die kritische Gesundheitslage der Demonstranten aus und planten den weiteren Verlauf des Protestes.

Der TNPF Vorsitzende Gajendrakumar Ponnambalam kritisierte, dass die Demonstranten durch das ungewöhnliche Engagement des srilankischen Präsidenten wohlmöglich in eine Falle gelockt werden. Suresh Premachandran äußerte auch, die srilankische Regierung verhalte sich rassistisch und der srilankische Präsident habe lediglich gesagt, er würde die Probleme ausdiskutieren ohne konkrete Angaben zu liefern.

Am Freitag bemühte sich der srilankische Gouverneur Cooray gegenüber der UN-Sonderberichterstattung um einen guten Eindruck. Er wollte seine Kooperationsbereitschaft mit den tamilischen Demonstranten beweisen

Der Vorsitzende der ITAK R. Sampanthan, der den srilankischen Präsidenten begleiten sollte, hielt sich am Freitag während der landesweiten Sperrung und des Protests, nach Kritik an seiner Person, im Sekretariat des srilankischen Gouverneurs Reginald Cooray auf.

About Author

Connect with Me:

Leave a Reply