Tsunami 2004 – ein unvergesslicher Tag in der Geschichte

Weiße Strände, sommerliche Temperaturen und ein beruhigendes Meer erwarten viele Touristen bei einer Fernreise nach Südostasien. Doch, nicht so im Jahre 2004, als die Natur sich von ihrer grausamsten Seite präsentierte.

Am Sonntag, den 26.12.2004 ereignete sich eines der größten und verheerendsten Naturkatastrophen aller Zeiten. Eine natürliche Verschiebung der indisch-australischen Kontinentalplatte unter die eurasische verursachte das drittstärkste jemals aufgezeichnete Erdbeben mit einer festgestellten Stärke von 9,1, dessen Epizentrum 85 Kilometer vor der indonesischen Insel Sumatra im Indischen Ozean lag. Das schwere Erdbeben führte zur Entstehung von riesigen Flutwellen, auch Tsunamis genannt, die in kürzester Zeit die Küsten der Länder erreichten und ins Landesinnere vordringen konnten.

Die Naturkatastrophe hatte insgesamt 230.000 Tote zur Folge, davon mehr als die Hälfte in Indonesien. Es gab mehr als 110.000 Verletzte. Mehr als 1,7 Millionen Küstenbewohner wurden in jenem Augenblick obdachlos, als der Tsunami ihr Hab und Gut mit sich riss. Unter den Opfern waren auch 537 Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit – die meisten von ihnen waren als Urlauber unterwegs. Am schwersten betroffen waren die Staaten Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand.

Allein in Sri Lanka gab es bis zu 40.000 Tote, 17.000 Verletzte und mehr als 5000 Vermisste. Die meisten Toten wurden dort im östlichen Ampara (10.436) gezählt, gefolgt vom südlichen Hambantote (4.500); und auch im nördlichen Jaffna wütete der Tsunami mit 2900 Opfern. Die Regierung Sri Lankas war aber nicht bereit, die Spenden gerecht aufzuteilen und bevorzugte bei der Spendenaufteilung den Süden beim Wiederaufbau. Aufgrund der Benachteiligung im Nordosten lebten selbst 2 Jahre nach der Katastrophe die Flutopfer weiterhin in provisorischen Herbergen und Zelten. Die Grundbedürfnisse vieler Tamilen konnten zu der Zeit nicht gestillt werden.

Neben den unmittelbaren Folgen des Tsunamis durch Tote, Vermisste und Obdachlose hatte die Bevölkerung auch mit langfristigen Folgen zu kämpfen. Aufgrund der vielen Todesopfer

und dem tropischen Klima befürchtete man den Ausbruch von Seuchen wie Typhus oder Cholera. Um dies zu vermeiden, entnahm man vielerorts die Leichen aus den Massengräbern und verbrannte sie. In der Landwirtschaft hatten die Bauern mit Missernten zu kämpfen, da der Oberboden gänzlich abgetragen wurde. Sofortige bodenverbessernde Maßnahmen waren zwar möglich, jedoch für viele Bauern aufgrund des großen finanziellen Aufwandes nicht zu stemmen gewesen. All jene, die keine externe finanzielle Hilfe bekamen, mussten die Landwirtschaft aufgeben und wurden arbeitslos.

Heute, 13 Jahre nach dem verheerenden Tsunami sind weiterhin vereinzelt Spuren des Erdbebens und der Flutwelle in einigen Regionen der Länder wiederzuerkennen, doch die Schäden konnten zum Teil beseitigt und Schulen, Straßen, Schienen und Versorgungsleitungen mit vereinten Kräften wieder neu aufgebaut werden.

Nichtsdestotrotz möchten wir heute an die Menschen gedenken, die sowohl unter den verheerenden Ereignissen der Natur verstorben sind, als auch unter ihr gelitten haben und hoffen, dass die weißen Strände, die sommerlichen Temperaturen und das beruhigende Meer den Bewohnern langfristig erhalten bleiben.

Sri-lankische Polizisten zwingen tamilische Journalisten Beweise der ‚Singhalesierung in Mullaitheevu‘ zu vernichten

Acht tamilische Journalisten (K. Selvakumar, S. Baskaran, T. Pradeepan, T. Vinojith, V. Kajeepan, S. Nitharshan, K. Hamsan, K. Sabes) waren am Samstag auf dem Weg von Jaffna nach Thannimurippu, im Süden von Mullaitheevu. schlimmen Schikanen ausgesetzt. Die Betroffenen hatten das Ziel, Beweise für die beschleunigte Singhalesierung durch die Militarisierung der sri-lankischen Besatzungsmacht zu sammeln. Insbesondere tamilische Bauer und Fischer werden aus diesem Ort vertrieben, um ihnen den Zugang zum See zu verweigern. Hingegen nutzen singhalesische Ansiedler aus Manalaaru (Weli-Oya) den See zum Fischen, welcher ein wichtiges Wasserreservoir der tamilischen Farmer für die Bewässerung der Reisfelder ist. Trotz des Einwands durch die Verwaltungsangestellten des Divisional und District Sekretariats, sind singhalesische Eindringlinge in der illegalen Fischerei am See tätig. Das singhalesische Militär unterstützte die Ansiedler und vertrieb Tamilen für mehrere Monate.

Die Journalisten, welche das Ausmaß der Singhalesierung und Militarisierung dokumentierten, wurden von Soldaten der sri-lankischen Armee aufgehalten, die einen höherrangigen Beamten vom naheliegenden Militärlager dazuholten. Die Polizeibeamten, welche aus Mullaitheevu kamen, waren zivil gekleidet und ergriffen Partei zugunsten des sri-lankischen Militärs. Die sri-lankische Armee behauptete, sie müsse im Anliegen der „nationalen Sicherheit“ das Equipment der tamilischen Journalisten untersuchen und versuchte, die Kameras der Journalisten zu beschlagnahmen. Während die Journalisten die Aushändigung ihres Equipments verweigerten, löschten singhalesische Polizisten die Beweisbilder und -videos von der Kamera.

Nach dem Vorfall am Samstag begann der sri-lankische Abwehrdienst, auch örtliche Journalisten in Mullaitheevu zu belästigen, welche mit den acht Journalisten in Kontakt standen.

In Colombo wird behauptet, die Redefreiheit sei auf der Insel wiederhergestellt. Was die tamilischen Journalisten jedoch betrifft, hat sich die Lage seit dem Krieg nicht geändert, so ein Journalist.

Internationaler Tag der Menschenrechte

Jährlich wird am 10. Dezember der internationale Tag der Menschenrechte gefeiert. Dieser gilt als Gedenktag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, welche 1948 durch die Generalversammlung verabschiedet wurde. Diese wurde nach dem zweiten Weltkrieg erstellt, um für ein friedliches Zusammenleben auf der ganzen Welt zu sorgen. Sie besteht aus 30 Artikel in denen die grundlegenden Rechte aller Menschen aufgezeigt werden. Unter Anderem beinhaltet diese Erklärung die Gleichberechtigung aller Menschen, egal welcher Herkunft, Geschlechts oder Alters. Am internationalen Tag der Menschenrechte wird von Menschenrechtsorganisationen auf Länder hingewiesen in denen Menschenrechtsverletzungen heute noch ein schwerwiegendes Problem darstellen. Zu solchen Ländern gehört auch Sri-Lanka. Am 18. Mai 2009 endete der fast 30-jährige Bürgerkrieg schließlich mit einem Genozid am tamilischen Volk, zu dem die Welt bis heute schweigt. Auch nach Ende des Krieges hat sich die Lage der Tamilen nicht gebessert. Vergewaltigung, Mord und Entführungen gehören heute noch zum Alltag. Seit Ende des Krieges hat sich die Zahl der sexuellen Gewalt drastisch erhöht. Von 146.679 Personen fehlt bis heute jede Spur. Trotz andauernder Proteste wird das Volk weiterhin ignoriert. Bürger demonstrieren für ihre Grundstücke die willkürlich von der srilankischen Armee beschlagnahmt wurden. Wir Tamilen in der Diaspora können bei diesem Verbrechen nicht tatenlos zusehen. Es ist unsere Pflicht die Welt auf diese Menschenrechtsverletzungen weiterhin aufmerksam zu machen bis wir schließlich Gerechtigkeit erlangen. Wir müssen dafür kämpfen damit unser Volk wieder in einem friedlichen Land in Freiheit leben kann.