Internationaler Weltfrauentag 

Der 8. März ist der Internationale Frauentag und ist dem Kampf für Frauenrechte, Frieden und Gleichberechtigung der Frau gewidmet. Jahrelang wurde weltweit dafür gekämpft.

Es gibt auch dieses Jahr keine Verbesserung in vielen Ländern. Ein sehr bedeutendes Beispiel ist die Situation der Frauen in Syrien. Viele von ihnen sind zurzeit alleinerziehend und flüchten mit ihren Kindern vor den schrecklichen Angriffen. Die Regierung hat keinerlei Mitleid mit den Frauen, die für ihre Kinder da sein muss und ermordet jede Woche hunderte von Frauen und Kinder. Darunter verletzte Frauen, ältere Frauen, aber auch Schwangere. In den Nachrichten ist zu lesen, dass Frauen systematisch gefoltert werden, damit die Forderungen der Regierung erfüllt werden.

All diese Fälle in Syrien lassen uns Tamilen an die Situation in unserer Heimat Tamil Eelam denken. In Tamil Eelam ist das Leben einer Frau weiterhin gefährdet, obwohl der Krieg offiziell vor neun Jahren endete. Bis zum Kriegsende wurden in Sri Lanka ungefähr 80.000 tamilische Frauen verwitwet. Während des Krieges wurde Tamil Eelam schrittweise unter die Kontrolle des sri-lankischen Militärs gebracht. Das Versprechen der sri-lankischen Regierung, die Orte zu entmilitarisieren, wurde bis heute nicht umgesetzt. Stattdessen dringen die Soldaten ins Haus und wenden häusliche Gewalt gegen tamilische Frauen und Kinder an. Dies wird von offizieller Seite damit begründet, dass diese in Verdacht stehen, mit der LTTE zusammenzuarbeiten. Im schlimmsten Fall werden die alleinlebenden Frauen vergewaltigt oder nach Gewalt und Folter ermordet. ‚Amnesty International‘ berichtet, dass die gegen Frauen und Mädchen gerichtete Gewalt durch Militärangehörige und Zivilpersonen weiterhin straflos bliebe.

Zu beachten ist auch, dass die schulische Bildung der tamilischen Mädchen beeinträchtigt wird. Im Norden Sri Lankas schicken viele Eltern ihre Töchter nicht mehr zur Schule, weil die Schulen in der Nähe der Armeelager sind. Dies bestätigt auch die Schweizerische Flüchtlingshilfe.

Die Situation der Frauen und Mädchen in Sri Lanka hat sich seit 2009 weiterhin verschlechtert. Die Zukunft vieler Mädchen und junger Frauen ist unsicher und gefährdet. Um etwas dagegen zu tun, muss die sri-lankische Regierung wie versprochen, insbesondere die Entmilitarisierung durchsetzen und für die Sicherheit der Frauen sorgen.  Da die Regierung nicht in der Lage ist ihre Versprechen einzuhalten, muss die internationale Gemeinschaft endlich eingreifen.

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