Sri Lanka streitet glaubwürdige Beweise von Kriegsverbrechen ab

Ein Spitzenberater des Präsidenten verleugnet das Beweisfoto, auf dem verschwundene tamilische Kinder zusammen mit dem Präsidenten Maithripala Srisena auf einem Foto zu sehen sind. 

Ein Koordinationssekretär des Präsidenten Sririsena berichtete der ITV News UK, dass eine Aufnah-me, die Maithripala Srisena in seiner erfolgreichen Wahlkampagne in 2015 nutzte, „erschwindelt“ sei. Die Aufnahme zeigt einen lächelnden Maithripala Sirisena, umgeben von uniformierten Schulkindern. Einige von ihnen wurden von ihren Müttern als ihre Kinder identifiziert, welche ihnen gewaltsam entrissen wurden.

Als John Irvine, internationaler Senior-Berichterstatter der ITV News, der über die Verschwundenen berichtete, dem Koordinationssekretär des Präsidenten die Aufnahme zeigte, wurden diese nur zu-rückgewiesen. „Verleugnet durch den Staat“, sagte der Anwalt Shiral Laktilaka. „Es ist eine gefälschte Aufnahme. Eine frisierte Aufnahme.“

Eine fassungslose Mutter sagte, dass die Verleugnung zeigt, warum Tamilen das Vertrauen in die Regierung verloren haben und forderte eine internationale Intervention. „Wir wurden nach Beweisen gefragt und wir haben sie bereitgestellt“, erzählte Kasipillai Jeyavanitha einem Journalisten im nördli-chen Teil von Vavunia. Beamte des Präsidenten, welche sie im Juni besuchten, versprachen ihr, in-nerhalb von zwei Wochen eine Antwort zu geben. „Bisher haben wir keine Antwort bekommen. Ich bin beunruhigt, ob mein Kind nach der Veröffentlichung der Bilder nun für immer verschwunden bleiben wird.“ Kasipillai Jeyavanitha glaubt fest daran, dass die Regierung ihre Tochter Jeromy fest-hält. „Falls nicht, sollen sie zu mir kommen und beweisen, dass mein Kind nicht mehr da ist.“

Shiral Lakthilaka stritt auch die Zahlen der Verschwundenen ab, welche durch die International Hu-man Rights Watchdogs bereitgestellt wurden. „Mit zehntausend stimme ich nicht überein“, sagte er und behauptete, es handle sich um einen Datenkonflikt.

Tamilische Mütter protestieren seit über einem Jahr auf den Straßen und fordern von der Regierung, das Schicksal der zehntausend Angehörigen, welche gewaltsam von ihnen gerissen oder an das Mili-tär ausgeliefert wurden, zu offenbaren.

 

Quelle: http://www.jdslanka.org/index.php/news-features/human-rights/767-bogus-sri-lanka-back-to-rejecting-credible-evidence-of-wartime-crimes