Tag der Arbeit

Der 1. Mai, bekannt als „Tag der Arbeit“, ist seit fast 100 Jahren ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. An diesem Tag brauchen die Menschen in Deutschland weder zur Arbeit noch zur Schule zu gehen. Stattdessen gehen die Arbeiter auf die Straßen, halten Plakate hoch und fordern bessere Arbeitsbedingungen. Es finden in Deutschland Volksfeste und Protestveranstaltungen statt. Wir, in Deutschland, fordern bessere Arbeits- und Lebensverhältnisse, obwohl man die Möglichkeit hat, friedlich und in Sicherheit zu leben. Im Vergleich dazu gibt es noch viele Länder, in denen das Gehalt der Menschen, trotz mehrerer Stunden Arbeit gerade mal für eine Mahlzeit ausreicht. Darüber hinaus auch Länder, in denen Kinder arbeiten müssen, um sich selbst und die Familie zu ernähren.

In unserer Heimat Tamil Eelam, wo bis 2009 Krieg herrschte, sieht es nicht anders aus. Da etwa 70.000 Frauen durch den Krieg verwitwet wurden, müssen diese Frauen selbst arbeiten gehen und allein ihre Kinder erziehen oder auch ihre Kinder zur Arbeit schicken. Jedoch ist das Leben der tamilischen Frauen immer mit Gefahren verbunden. Sie werden überall in Tamil Eelam vom sri-lankischen Militär überwacht und auf eine unangenehme Art und Weise kontrolliert. So ist es nicht einfach für eine tamilische Frau, in Frieden zu arbeiten und sich um ihre Familie zu kümmern. Doch was passiert, wenn der Vater im Krieg verstorben ist und auch die Mutter durch eine körperliche Behinderung nicht arbeiten kann? In Jaffna ist dies die Situation eines 12-jährigen tamilischen Jungen. Um sich und seine Mutter, die ein Bein im Krieg verloren hatte, zu ernähren, verkauft er den ganzen Tag Räucherstäbchen auf der Straße, statt in die Schule zu gehen und sich eine gute Zukunft aufzubauen. Wie sind die Arbeitsverhältnisse eines solchen Kindes zu erklären und womit hat er sich dieses Leben verdient? Es ist also keine Selbstverständlichkeit, dass minimale Arbeitsrechte und Lebensbedingungen in allen Ländern existieren. Daher muss die internationale Gemeinschaft gegen solche Missstände Hand in Hand vorgehen.

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