Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

Am 26. Juni findet der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer statt. Dieser wurde 1987 auf der Hauptversammlung der Vereinten Nationen beschlossen. Dieser Tag soll darauf aufmerksam machen, dass Folter heute noch in vielen Ländern gängige Praxis ist. Unter anderem auch in Sri-Lanka.

Im Norden und Osten lebende Tamilen, die unter Verdacht stehen, Kontakt zu den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) zu haben, werden zusammengeschnürt, in weiße Lieferwagen gezerrt und in Internierungslager gebracht. Dort werden sie jahrelang festgehalten und auf brutalster Weise von Sicherheitskräften gefoltert, bis sie mit einer Unterschrift bestätigen, dass sie zur LTTE gehörten. Das Leid, das ihnen zugefügt wird, führt zu physischen als auch psychischen Schäden. Die Täter haben dabei keine Konsequenzen zu befürchten. Die Existenz solcher Internierungslager wurde von der Regierung Sri-Lankas bestätigt.

Trotz Kriegsende in 2009 ist auf der Insel noch keine Ruhe eingekehrt. Es werden heute noch Menschen willkürlich festgenommen, da das Antiterrorgesetz noch heute gilt. Jeder der es wagt, die Behörden zu kritisieren, kann aufgrund dieses Gesetztes inhaftiert werden, ohne jemals Kontakt zur Außenwelt zu erhalten. Durch eine internationale Untersuchung des Genozids am tamilischen Volk muss die Folter von unschuldigen Eelamtamilen in Zukunft verhindert werden.

„Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.“

(Allgemeine Erklärung der Menschenrechte Artikel 5)

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