Tamilische politische Gefangene in Sri Lanka beginnen Hungerstreik, um ihre Freiheit zu fordern

Viele sitzen seit 1997 ohne Verhandlung im Gefängnis.

Hunderte tamilische politische Gefangene sitzen seit zwei Jahrzehnten im Gefängnis, ohne jemals an einer Gerichtsverhandlung teilgenommen zu haben. Sie haben einen Hungerstreik begonnen, um ihre umgehende Haftentlassung zu fordern.

BBC berichtete, dass insgesamt 223 Gefangene, welche in 4 Städten in verschiedenen Gefängnissen inhaftiert sind, dem Hungerstreik beigetreten sind. Viele dieser sind unter dem Terrorgesetz – PTA (Prevention of Terrorism Act) – inhaftiert worden.

Das PTA-Gesetz erlaubt srilankischen Bevollmächtigten, jede Person, unter dem Vorwand des Terrorverdachts zu verhaften  und bis zu 18 Monate ohne Verhandlung in Gewahrsam zu nehmen. Die Mehrheit der Inhaftierten waren bereits vor 1997 in Gewahrsam genommen worden.

Ein kürzlich vom U.N. Menschenrechtsleiter Zeid Ra’ad al-Hussain veröffentlichter Bericht deckte auf, dass bisher nur 54 der 258 Inhaftierten unter der Terror-Gesetzgebung verurteilt wurden, während die restlichen 144 Fälle im schwebenden Verfahren wären.

Tamilische Politiker in Sri Lanka fordern vehement, dass die Angeklagten entweder in eine Gerichtsverhandlung einberufen werden, unter Kaution frei kommen oder gar vollständig freigesprochen werden müssen.  

Quelle:BBC

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