Das Pogrom 1958

1956 wurden friedliche Proteste der Tamilen in Colombo gegen das gerade verabschiedete „Sinhala-Only-Act-Gesetz“, von sinhalesischen Mob angegriffen. Es war ein langer Marsch nach Trincomalee, wo ein großes Treffen stattfinden soll. Bei diesem Treffen wurden der Regierung Sri Lankas einige Forderungen vorgelegt, welche die Gleichberechtigung der tamilischen Sprache sowie die Entwicklung der tamilischen Gebieten betrafen. Als Folge wurde der Banda-Chelvanayagam-Pakt unterzeichnet, dock bald wieder aufgehoben, als die Oppositionspartei, die UNP, eine Anti-Tamil-Kampagne startete.

Im Mai 1958 wurde eine Konferenz der tamilischen politischen Partei in Vavuniya geplant. Tamilien, die per Zug von Batticaloa und Amparai zur Konferenz anreisten, wurden vom sinhalesischen Mob in Polanaruwai angegriffen. In Folge dieses Vorfalls kam es zu weiterer Gewalt gegen Tamilen auf der ganzen Insel. Frauen wurden vergewaltigt und tamilischer Besitz zerstört. Ein Priester wurde lebendig im Kathirvelayutha-Tempel in Pananthura verbrannt. Die srilankische Regierung schaute tatenlos zu, als sich die Gewalt gegen Tamilen ausweitete. Viele tamilische Häuser wurden angezündet, Kleinkinder erbarmungslos in heißen Teer geworfen.

Tarzi Vittachi schrieb in seinem Buch „Emergency 58“ über dies Verfolgung, nachdem er das Landes verwiesen wurde. Mehr als 300 Tamilen wurden bei dieser Verfolgung getötet.