Mullivaikal

Mullivaikal – wenn ein Eelam-Tamile diesen Ortsnamen hörte, dachte er an einen wunderschönen Ort. Ein Ort, welches umarmt wurde vom indischen Ozean und der Lagune von Mullaitivu.

Doch nach 2009 zieht sich bei Mullivaikal jedem Tamilen der Magen zusammen. Sein Herz wird schwer und er spürt eine Mischung aus Wut und Schmerz. Einen unbeschreiblichen Schmerz, der von einem Bild des Grauens begleitet wird. Sofort sieht er das Massengrab vor sich, ein Durcheinander von Armen und Beinen von Kindern, Frauen und Männern bedeckt von Erde. Mullivaikal ist das Gesicht des Grauens, des Genozides an das tamilische Volk geworden.

Im Jahre 2009 fand das Massaker der srilankischen Regierung an das tamilische Volk im Norden und Nordosten der Insel Sri Lanka statt. Allein in der letzten Kriegsphase wurden 140.000 Tamilen auf brutalste Art getötet.

Die vor dem Krieg flüchtenden Menschen wurden in der Endphase nach Mullivaikal – der No Fire Zone – gepfercht. Sie flüchteten vor Schüssen und Bombardierungen nach Vanni, wo sich auch das Dorf Mullivaikal befindet. Dort erhofften sie sich Ruhe und Schutz und vertrauten als Alternativlosigkeit der Regierung.

Die Umarmung des indischen Ozeans und der Lagune von Mullaitivu wurde zur tödlichen Schlinge. Die Menschen konnten nicht mehr weg, da die Armee die Wege versperrte und übers Wasser keine Flucht mehr möglich war. Diese territoriale Gefangenheit nutze die sri-lankische Armee aus und bombardierte und beschoss Kinder, Frauen und Männer. Dann verscharrten sie die leblosen Körper in Massengräbern.

Mullivaikal und der 18. Mai 2009, beide stehen symbolisch für den Genozid an das tamilische Volk, welches durch die internationale Gemeinschaft allein gelassen wurde. Wir fordern eine unabhängige Investigation der brutalen Taten und wollen Konsequenzen für diese scheußlichen Taten sehen. Die UN hat die Taten lang genug verschoben. Eine Verschiebung ist als Verweigerung der Gerechtigkeit anzusehen.

An meinen geliebten Cousin in Deutschland

An meinen geliebten Cousin in Deutschland,

ich hoffe dieser Brief kommt noch an, bevor mir etwas zustößt. Ich schreibe dir diesen Brief, weil ich nicht weiß, wann und ob wir nochmal die Gelegenheit haben werden, uns zu sehen, geschweige denn miteinander zu sprechen. Wie du sicherlich mitbekommen hast, hat der Krieg seit einigen Monaten den Höhepunkt erreicht. So wie es gerade aussieht, wird sich die Lage nicht mehr beruhigen.

Wir sind bereits seit drei Wochen unterwegs. Das sri-lankische Militär schickt uns von einem Ort zum anderen. Wenn wir die Soldaten fragen, wann wir wieder nach Hause dürfen, werden sie wütend und schicken uns weg. Sie sagen lediglich, dass wir zu einer „No-Fire“-Zone geschickt werden. Das ist nun das dritte Mal. Diese Zone, welches unser nächstes Ziel ist, befindet sich in Mullivaikkal… noch nie in meinem ganzen Leben musste ich so viel laufen.

Der Hunger und der Durst sind unerträglich. Doch was all dies übertrifft, ist das Leid um mich herum. Es regnet. Ein Regen aus Bomben. So viele Leichen. So viel Blut. Täglich werden es immer mehr Tote. Die Helfer kommen nicht mehr mit. Die Krankenhäuser sind überfüllt. Patienten liegen aneinandergereiht. Darunter ebenfalls Tote. Sie haben es nicht mehr geschafft. Sogar Krankenhäuser werden bombardiert. Die medizinische Versorgung wurde von der sri-lankischen Regierung gestoppt.

Mütter, die ihre toten Kinder in den armen Halten. Viele weinen. Manche sind erstarrt vor Schock. Unser aller Leben hier, hängt am seidenen Faden. Wir wissen nicht mehr wofür wir Leben. Wir sind erschöpft… Erschöpft vor der täglichen Angst um unser Leben.

Auch wenn wir nie wieder miteinander reden können, wünsche ich mir, dass du der Welt erzählst, was uns hier passiert. Was hier stattfindet, ist nicht nur ein Krieg. Wir Tamilen werden systematisch ausgelöscht. Wir können nichts dagegen unternehmen. Doch ihr Tamilen in der Diaspora könnt dafür sorgen, dass die Wahrheit ans Licht kommt und die sri-lankische Regierung von der internationalen Gesellschaft für jedes einzelne Leben was ausgelöscht wurde, büßen muss. Auch wenn ich den Glauben ans Überleben verloren habe, habe ich nicht den Glauben an die Gerechtigkeit verloren.

In Liebe,

dein Cousin

Mullivaikkal – der Höhepunkt des Völkermords an Eelamtamilen

Die Geschichte der Eelamtamilen ist übersät von blutrünstigen menschenrechtswidrigen Ereignissen. Doch keine ist so grausam wie das Mullivaikkal Massaker, das sich vor neun Jahren im Mai ereignete.

Mullivaikkal, einst ein traumhaftes Küstengebiet umgeben vom indischen Ozean und der Lagune von Mullaitivu, wurde im Mai 2009 zum Schauplatz der extremen genozidalen Brutalität des srilankischen Militärs. Der über 70 Jahre andauernde Konflikt zwischen Tamilen und der srilankischen Regierung erreichte im Mai 2009 den Höhepunkt und ließ uns alle den Glauben an die Menschlichkeit verlieren.

Obwohl Tamilen seit der Unabhängigkeit Sri Lankas im Jahre 1948 unterdrückt und systematisch getötet werden, ging die Militäroffensive der srilankischen Regierung besonders im besagten Zeitraum mit äußerster Brutalität und Gnadenlosigkeit gegen die Tamilen vor. Die sri lankische Regierung sah in ihrem Handeln nur ein Ziel: die komplette Auslöschung des tamilischen Volkes ohne Rücksicht auf jegliches Leben, geschweige denn Gesetze oder Rechte.

Um dieses Ziel zu realisieren, schreckte die Regierung nicht davor zurück, inhumanitäre Maßnahmen zu ergreifen. So errichtete die sri lankische Regeriung während der Endphase des Krieges drei sogenannte „No-Fire“-Zonen. In diesen abgegrenzten Gebieten wurde tamilischen Zivilisten Sicherheit versprochen. Obwohl es die Regierung war, die sie zu vernichten drohte, sahen die Menschen keine Alternative als diese und flüchteten schutzsuchend dahin. Mullivaikkal gehörte zu einer dieser Zonen, welche von unzähligen Zivilsiten aus Angst vor Schüssen und Bombardierungen aufgesucht wurde. Die Regierung stationierte ihre Armee strategisch jedoch so, dass die Menschen keine Wahl hatten, außer zu den östlichen Küstengebieten zu fliehen. An der Küste angekommen, wurden sie erbarmungslos vom Militär erschossen.

Allein in der Endphase des Krieges sind dem UN Bericht zufolge bis zu 70.000 Menschen kaltblütig ermordet worden. Nach Angaben des Bischof von Mannar Dr. Joseph Rajappu gelten 146.679 als spurlos verschwunden.

Der 18. Mai 2009 markiert laut Aussage der sri lankischen Regierung das Ende des Bürgerkriegs in Sri Lanka. Trotz offizieller Ankündigung der Beendigung des Kriegs hat das Leid der Tamilen bis heute kein Ende gefunden. Noch heute werden Tamilen von regierungstreuen Gruppierungen und srilankischen Soldaten entführt, gefoltert und ermordet. Noch heute sind Vergewaltigungen und Landenteignungen an der Tagesordnung. Noch heute suchen Familien vergebens nach ihren vermissten Angehörigen. Die Massengräber, welche immer wieder neu gefunden und ausgegraben werden, beenden für viele die verzweifelte Suche nach Lebenszeichen ihrer Liebsten. Niemand außer dem Regime weiß, wie viele Tamilen sich in Internierungslagern befinden oder als politische Gefangene gehalten werden.

Obwohl die internationale Gemeinschaft von den genozidalen Aktivitäten seitens der sri lankischen Regierung wusste, setzte sich niemand für eine sofortige Beendigung der Angriffe auf die unschuldigen Zivilisten ein. Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit, dass

die internationale Gemeinschaft weiterhin auf die hoffnungslose Lage der Eelamtamilen aufmerksam gemacht wird bis sie den fortlaufenden Völkermord als solches anerkennt. Es ist unsere Aufgabe eine internationale unabhängige Untersuchung einzufordern und Tamilen in der Zukunft ein sicheres Leben in Sri Lanka zu ermöglichen.

Lasst uns nun neun Jahre nach dem genozidalen Massaker an die unschuldigen Opfer gedenken und gemeinsam unsere Stimmen für die Gerechtigkeit der Eelamtamilen erheben.

Tag der Arbeit

Der 1. Mai, bekannt als „Tag der Arbeit“, ist seit fast 100 Jahren ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. An diesem Tag brauchen die Menschen in Deutschland weder zur Arbeit noch zur Schule zu gehen. Stattdessen gehen die Arbeiter auf die Straßen, halten Plakate hoch und fordern bessere Arbeitsbedingungen. Es finden in Deutschland Volksfeste und Protestveranstaltungen statt. Wir, in Deutschland, fordern bessere Arbeits- und Lebensverhältnisse, obwohl man die Möglichkeit hat, friedlich und in Sicherheit zu leben. Im Vergleich dazu gibt es noch viele Länder, in denen das Gehalt der Menschen, trotz mehrerer Stunden Arbeit gerade mal für eine Mahlzeit ausreicht. Darüber hinaus auch Länder, in denen Kinder arbeiten müssen, um sich selbst und die Familie zu ernähren.

In unserer Heimat Tamil Eelam, wo bis 2009 Krieg herrschte, sieht es nicht anders aus. Da etwa 70.000 Frauen durch den Krieg verwitwet wurden, müssen diese Frauen selbst arbeiten gehen und allein ihre Kinder erziehen oder auch ihre Kinder zur Arbeit schicken. Jedoch ist das Leben der tamilischen Frauen immer mit Gefahren verbunden. Sie werden überall in Tamil Eelam vom sri-lankischen Militär überwacht und auf eine unangenehme Art und Weise kontrolliert. So ist es nicht einfach für eine tamilische Frau, in Frieden zu arbeiten und sich um ihre Familie zu kümmern. Doch was passiert, wenn der Vater im Krieg verstorben ist und auch die Mutter durch eine körperliche Behinderung nicht arbeiten kann? In Jaffna ist dies die Situation eines 12-jährigen tamilischen Jungen. Um sich und seine Mutter, die ein Bein im Krieg verloren hatte, zu ernähren, verkauft er den ganzen Tag Räucherstäbchen auf der Straße, statt in die Schule zu gehen und sich eine gute Zukunft aufzubauen. Wie sind die Arbeitsverhältnisse eines solchen Kindes zu erklären und womit hat er sich dieses Leben verdient? Es ist also keine Selbstverständlichkeit, dass minimale Arbeitsrechte und Lebensbedingungen in allen Ländern existieren. Daher muss die internationale Gemeinschaft gegen solche Missstände Hand in Hand vorgehen.

Internationaler Tag der politischen Gefangenen

Alljährlich findet am 18. März der Tag der politischen Gefangenen statt. Am 18. Mai 1871 wurde ein Aufstand der Pariser Kommune niedergeschlagen. Dies kostete über 20.000 Menschen das Leben. Mehr als 13.000 Personen wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. 1923 erklärte die Internationale Rote Hilfe den 18.03. zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“. An diesem Tag werden weltweit Veranstaltungen organisiert, um für die Freilassung von politischen Gefangenen aller Welt zu kämpfen.

Ein Land, das auch mit diesem Problem konfrontiert ist, ist Sri-Lanka. In jenem, welches für traumhafte Strände, sowie reichhaltiger Kultur bekannt ist, werden hunderte Tamilen aus politischen Gründen, teilweise schon Jahrzehnte lang gefangen gehalten und sind Folter und Misshandlungen ausgesetzt. Tamilen, die mutmaßlich Verbindungen zu den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) haben, werden weiterhin auf der Grundlage des Antiterrorgesetzes (Prevention of Terrorism Act – PTA) inhaftiert. Das PTA ermächtigt die srilankischen Streitkräfte, gegen jedermann vorzugehen, der unter Verdacht steht, mögliche Verbindungen zu der tamilischen Militanz zu haben. Obwohl die Regierung im September 2015 versprach, das PTA aufzuheben, werden heute noch Tamilen aufgrund dieses Gesetzes gefangen genommen.

Wir, die Tamilen in der Diaspora sowie die Tamilen in der Heimat, müssen der Welt die Lage der Gefangen deutlich machen, um ihrem Leid ein Ende zu bereiten.

Internationaler Weltfrauentag 

Der 8. März ist der Internationale Frauentag und ist dem Kampf für Frauenrechte, Frieden und Gleichberechtigung der Frau gewidmet. Jahrelang wurde weltweit dafür gekämpft.

Es gibt auch dieses Jahr keine Verbesserung in vielen Ländern. Ein sehr bedeutendes Beispiel ist die Situation der Frauen in Syrien. Viele von ihnen sind zurzeit alleinerziehend und flüchten mit ihren Kindern vor den schrecklichen Angriffen. Die Regierung hat keinerlei Mitleid mit den Frauen, die für ihre Kinder da sein muss und ermordet jede Woche hunderte von Frauen und Kinder. Darunter verletzte Frauen, ältere Frauen, aber auch Schwangere. In den Nachrichten ist zu lesen, dass Frauen systematisch gefoltert werden, damit die Forderungen der Regierung erfüllt werden.

All diese Fälle in Syrien lassen uns Tamilen an die Situation in unserer Heimat Tamil Eelam denken. In Tamil Eelam ist das Leben einer Frau weiterhin gefährdet, obwohl der Krieg offiziell vor neun Jahren endete. Bis zum Kriegsende wurden in Sri Lanka ungefähr 80.000 tamilische Frauen verwitwet. Während des Krieges wurde Tamil Eelam schrittweise unter die Kontrolle des sri-lankischen Militärs gebracht. Das Versprechen der sri-lankischen Regierung, die Orte zu entmilitarisieren, wurde bis heute nicht umgesetzt. Stattdessen dringen die Soldaten ins Haus und wenden häusliche Gewalt gegen tamilische Frauen und Kinder an. Dies wird von offizieller Seite damit begründet, dass diese in Verdacht stehen, mit der LTTE zusammenzuarbeiten. Im schlimmsten Fall werden die alleinlebenden Frauen vergewaltigt oder nach Gewalt und Folter ermordet. ‚Amnesty International‘ berichtet, dass die gegen Frauen und Mädchen gerichtete Gewalt durch Militärangehörige und Zivilpersonen weiterhin straflos bliebe.

Zu beachten ist auch, dass die schulische Bildung der tamilischen Mädchen beeinträchtigt wird. Im Norden Sri Lankas schicken viele Eltern ihre Töchter nicht mehr zur Schule, weil die Schulen in der Nähe der Armeelager sind. Dies bestätigt auch die Schweizerische Flüchtlingshilfe.

Die Situation der Frauen und Mädchen in Sri Lanka hat sich seit 2009 weiterhin verschlechtert. Die Zukunft vieler Mädchen und junger Frauen ist unsicher und gefährdet. Um etwas dagegen zu tun, muss die sri-lankische Regierung wie versprochen, insbesondere die Entmilitarisierung durchsetzen und für die Sicherheit der Frauen sorgen.  Da die Regierung nicht in der Lage ist ihre Versprechen einzuhalten, muss die internationale Gemeinschaft endlich eingreifen.

Der schwarze Tag der Tamilen

Am heutigen Tag, dem 04. Februar werden in Sri Lanka keine Kosten und Mühen gescheut, denn das singhalesische Volk feiert seine Unabhängigkeit von den Kolonialherren. Nun sind es 70 Jahre her, dass die Briten die Macht den Singhalesen überließen, dem sich das eelamtamilische Volk unterzuordnen hatte. Der ethnische Konflikt zwischen den Singhalesen und den Eelamtamilen spitzt sich zu. Die Eelamtamilen erleiden seit dem Jahr 1948 eine singhalesisch-nationalistische Schreckensdiktatur, dessen Folge ein bis heute andauernder systematischer Völkermord ist.

In den 50er-Jahren übernahmen singhalesisch nationalistische Parteien die Führung und schürten den Hass gegen das eelamtamilische Volk. Pogrome wurden eingeleitet, um die eelamtamilische Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. International wurden diese Ausschreitungen verurteilt, geahndet wurden die Verantwortlichen bis heute nicht. Tausende unschuldige Menschen verloren ihr Leben.

Der Völkermord hat in den 70 Jahren verschiedene Facetten angenommen. Diese sind beginnend mit dem Gesetz „Sinhal-Only-Act“, in dem nur die singhalesische Sprache als Amtssprache geduldet wird, und der Benachteiligung in der Bildung bis hin zu Zwangsabtreibungen, Verschleppungen und Morde an Eelamtamilen, Probleme mit denen das tamilische Volk täglich zu kämpfen hat. Der bis heute international bekannte Höhepunkt des Völkermordes ist die Militäroffensive gegen die Eelamtamilen im Jahr 2009. Die Medien wurden auf den Bürgerkrieg in Sri Lanka aufmerksam, jedoch wurden diese durch zensierte Berichterstattungen seitens der Regierung getrübt. Hilfsorganisationen wurden aus den Krisengebieten verbannt. Hunderttausende Eelamtamilen verschwinden spurlos und werden ermordet. Laut der srilanksichen Regierung ist der Bürgerkrieg seit Mai 2009 offiziell beendet. Es herrsche Frieden in Sri Lanka. Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Tourismusbranche boomt. Doch wo sind all die Menschen, die in den Krisengebieten lebten? Was geschah mit den Menschen, die all ihr Hab und Gut verloren? Was ist mit den eelamtamilischen Kindern, die keinen Zugang zur Bildung hatten? All diese hilfsbedürftigen Menschen wurden in Stich gelassen. Eelamtamilischen Bürgern wird Land enteignet. Tamilische Orte und Straßennamen werden in singalesische umbenannt. Zudem werden singhalesische Siedlungen, buddhistische Tempel und einsprachige Schulen und Universitäten in den traditionell eelamtamilischen Gebieten gebaut. Dieses Vorgehen seitens der Regierung wird auch struktureller Genozid genannt. Dieses gilt es schnellstmöglich zu unterbinden, um ein bedrohtes Volk vor der vollständigen Ausrottung zu wahren.

Aus diesem Grund wird von Menschrechtsaktivisten, internationalen Organisationen und der tamilischen Diaspora eine durch die UN eingerichtete, unabhängige, internationale Untersuchung vehement gefordert, um den Genozid an den Eelamtamilen zu untersuchen, diesen anzuerkennen und die Verbrecher der Justiz auszuliefern, um das Leiden der Eelamtamilen endlich ein Ende zu setzen. Wir fordern Gerechtigkeit und Freiheit für das tamilische Volk. Die einzig wahre Unabhängigkeit für die Tamilen ist Tamil Eelam.

„Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert.“

-Nelson Mandela-

Colonel Kittu – 25. Jahrestag

Am heutigen Tag trennen uns ein viertel Jahrhundert vom letzten Atemzug des Sathasivam Krishnakumars alias Colonel Kittu. Am 16. Januar 1993 nahm sich Col. Kittu mit neun weiteren LTTE-Kardetten in aussichtsloser Situation das Leben, als sie bei einer Rückreise von indischen Kriegsschiffen im Ozean eingekesselt wurden.

Kittu wurde am 2. Januar 1960 in Valvettithuai, Jaffna geboren. Dort wuchs er mit seinen Eltern und drei Geschwistern auf. Bereits mit 17 Jahren verspürte er die Pflicht für die Freiheit und gegen die Unterdrückung der Eelamtamilen sich einzusetzen. Um dieses zu erreichen, schloss er sich als Jugendlicher der LTTE an. Durch seine unvergleichliche Strebsamkeit und seines unbändigen Willens etablierte er sich innerhalb der LTTE schnell zum Kommandant der Halbinsel Jaffna. Neben seinen Fähigkeiten auf dem Kriegsfeld war er auch bekannt für seinen politischen Intellekt und unterstützte den politischen Flügel bei den Friedensgesprächen.

Seine besondere Persönlichkeit, Führungsqualität sowie seine diplomatische Sprachfertigkeit stärkten seine Position innerhalb der LTTE. Die herzliche und liebevolle Art mit dem Volk zu interagieren, prägen noch heute die Erinnerungen bei den Eelamtamilen. Fortan war er Teil des politischen Flügels der LTTE.

Im Jahr 1987 kam es zu Ausschreitungen zwischen den Eelamtamilen und den Indern, nachdem Vertreter der indischen und der srilankischen Regierung hinter dem Rücken der Tamilen ein Abkommen schlossen. Unter dem Deckmantel „Indian Peace Keeping Force (IPKF)“ wurden indische Soldaten nach Sri Lanka versandt um die LTTE zu entwaffnen. Doch in Wahrheit kamen sie mit dem Ziel die LTTE auszulöschen. Unter diesen gewaltsamen Gefechten litt besonders das eelamtamilische Volk. Um die Kämpfe zu beenden, bemühte sich Colonel Kittu an Friedensgesprächen mit den Indern. Er forderte in einem Brief den sofortigen Waffenstillstand, woraufhin der damalige indische Premierminister diesem nur eingewilligt hätte, wenn die LTTE einer kompletten Entwaffnung zugestimmt hätte. Obwohl Kittu diesen Kompromiss einging und die LTTE einen großen Teil der Waffen übergab, hinterging die indische Regierung dieser Einigung und die Angriffe der IPKF gegenüber der LTTE wurden brutaler. Die Kämpfe schritten weiter voran, bis sich die indische Armee sich beugte und sich letztlich zurückzog.

Im Oktober 1989 hatte Kittu die Gelegenheit nach Großbritannien zu reisen. Er wurde vom Anführer der LTTE zum Ansprechpartner für ausländische Angelegenheiten ernannt und baute fortan die Auslandsstruktur der LTTE auf.

Colonel Kittu schrieb mit seinen heldenhaften Taten Geschichte. Noch heute inspiriert er viele tamilische Jugendliche auf der ganzen Welt durch politische Bildung und Willenskraft sich für die Rechte der Eelamtamilen stark zu machen und ein freies Tamil Eelam zu erschaffen.

தைப்பொங்கல்

காற்று அசைத்திடும் நெருப்பில்
பானையில் போட்டு வைத்த அரிசியோடு
பொங்கி வருவது நுரை அல்ல
எம்முள் ஊற வைத்த சுதந்திர தாகம்

கதிரவன் செக்க சிவந்த நிறத்தொடு
காலையில் பிறந்து
இரவில் மறையும் வரைக்கும்
எத்தனை நாடகம் மண்ணில்

உழவன் ஏர் எடுத்து மென்மையோடு
மண்ணில் பதித்து அன்னை மண் காயப்படாமல்
உழுது
உழவன் வியர்வை மண்ணில் விதைக்க
நெல் மணி பரிசாக கொடுக்கும் கதிரவா
வணக்கம்

உமக்கு நன்றி சொல்லும் இவ்வேளையில்
நாமும் உம்மைப் போலவே
சுதந்திரமாக
வாழ விரும்புகின்றோம்

பிறந்துள்ள புதிய ஆண்டில்
இன்றைய பொங்கல்
அடக்குமுறைகளிற்கு எதிராகவும்,
ஈழத்தமிழர்களின் உரிமைகளிற்காகவும்,
சுதந்திரத்திற்காகவும்
பொங்கட்டும்

அனைத்து உறவுகளுக்கும் தமிழ் இளையோர் அமைப்பு யேர்மனி  இனிய தமிழ்ப் புத்தாண்டு, தமிழர் திருநாள் மற்றும் பொங்கல் வாழ்த்துக்களை தெரிவித்துக்கொள்கின்றது.

Tsunami 2004 – ein unvergesslicher Tag in der Geschichte

Weiße Strände, sommerliche Temperaturen und ein beruhigendes Meer erwarten viele Touristen bei einer Fernreise nach Südostasien. Doch, nicht so im Jahre 2004, als die Natur sich von ihrer grausamsten Seite präsentierte.

Am Sonntag, den 26.12.2004 ereignete sich eines der größten und verheerendsten Naturkatastrophen aller Zeiten. Eine natürliche Verschiebung der indisch-australischen Kontinentalplatte unter die eurasische verursachte das drittstärkste jemals aufgezeichnete Erdbeben mit einer festgestellten Stärke von 9,1, dessen Epizentrum 85 Kilometer vor der indonesischen Insel Sumatra im Indischen Ozean lag. Das schwere Erdbeben führte zur Entstehung von riesigen Flutwellen, auch Tsunamis genannt, die in kürzester Zeit die Küsten der Länder erreichten und ins Landesinnere vordringen konnten.

Die Naturkatastrophe hatte insgesamt 230.000 Tote zur Folge, davon mehr als die Hälfte in Indonesien. Es gab mehr als 110.000 Verletzte. Mehr als 1,7 Millionen Küstenbewohner wurden in jenem Augenblick obdachlos, als der Tsunami ihr Hab und Gut mit sich riss. Unter den Opfern waren auch 537 Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit – die meisten von ihnen waren als Urlauber unterwegs. Am schwersten betroffen waren die Staaten Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand.

Allein in Sri Lanka gab es bis zu 40.000 Tote, 17.000 Verletzte und mehr als 5000 Vermisste. Die meisten Toten wurden dort im östlichen Ampara (10.436) gezählt, gefolgt vom südlichen Hambantote (4.500); und auch im nördlichen Jaffna wütete der Tsunami mit 2900 Opfern. Die Regierung Sri Lankas war aber nicht bereit, die Spenden gerecht aufzuteilen und bevorzugte bei der Spendenaufteilung den Süden beim Wiederaufbau. Aufgrund der Benachteiligung im Nordosten lebten selbst 2 Jahre nach der Katastrophe die Flutopfer weiterhin in provisorischen Herbergen und Zelten. Die Grundbedürfnisse vieler Tamilen konnten zu der Zeit nicht gestillt werden.

Neben den unmittelbaren Folgen des Tsunamis durch Tote, Vermisste und Obdachlose hatte die Bevölkerung auch mit langfristigen Folgen zu kämpfen. Aufgrund der vielen Todesopfer

und dem tropischen Klima befürchtete man den Ausbruch von Seuchen wie Typhus oder Cholera. Um dies zu vermeiden, entnahm man vielerorts die Leichen aus den Massengräbern und verbrannte sie. In der Landwirtschaft hatten die Bauern mit Missernten zu kämpfen, da der Oberboden gänzlich abgetragen wurde. Sofortige bodenverbessernde Maßnahmen waren zwar möglich, jedoch für viele Bauern aufgrund des großen finanziellen Aufwandes nicht zu stemmen gewesen. All jene, die keine externe finanzielle Hilfe bekamen, mussten die Landwirtschaft aufgeben und wurden arbeitslos.

Heute, 13 Jahre nach dem verheerenden Tsunami sind weiterhin vereinzelt Spuren des Erdbebens und der Flutwelle in einigen Regionen der Länder wiederzuerkennen, doch die Schäden konnten zum Teil beseitigt und Schulen, Straßen, Schienen und Versorgungsleitungen mit vereinten Kräften wieder neu aufgebaut werden.

Nichtsdestotrotz möchten wir heute an die Menschen gedenken, die sowohl unter den verheerenden Ereignissen der Natur verstorben sind, als auch unter ihr gelitten haben und hoffen, dass die weißen Strände, die sommerlichen Temperaturen und das beruhigende Meer den Bewohnern langfristig erhalten bleiben.