Extremistische Gruppen attackieren tamilische Studenten an den Universitäten

Tamilische Akademiker der Universität Jaffna und der Eastern Universität sind über die singhalesisch-extremistischen Handlungen besorgt, die aus dem Süden kommend die singhalesischen Studenten an den Nord und Ost Universitäten beeinflussen. Es gibt ein ethnisch motiviertes Muster und eine unterdrückerische Tendenz an den Universitäten, ausgehend von singalesischen Studenten, die eine „gute Beziehung“ zu dem singhalesischen Militär und der Polizei pflegen. Allerdings sind die Hochschulverwaltungen widerwillig, dieser Herausforderung in einem frühen Stadium nachzugehen. Die Hochschulverwaltung wolle damit Beschwerden über rassistisch motivierte Straftaten innerhalb des Universitätsgeländes vermeiden, sagen Akademiker.

Die Gewalt, die die Studenten an der Trincomalee Campus im März schockierte, fand zu dem Zeitpunkt statt, als die Verwaltung der Eastern-Universität ihre abneigende Haltung für längere Zeit für sich behielt, obwohl wiederholte Beschwerden von tamilischen Studenten eingingen. Zwischenzeitlich widersetzten sich zwei singhalesische Studenten der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Jaffna, den Anweisungen der Sicherheitsleute Folge zu leisten. An einem Abend versuchten die beiden Studenten sowie ein Außenstehender, ein Treffen mit einem singhalesischen Extremisten der JVP (Partei in Sri Lanka) in ihrer Unterkunft zu organisieren. Die Propagandisten von JVP wagten dabei einen Überfall auf die Sicherheitsleute und drohten ihnen damit, dass die JVP „mächtige Kontakte“ in Jaffna besäße.

An dem Trincomalee Campus der Ost-Universität wurde ein dreiköpfiger Ausschuss beauftragt, die aktuelle Gewalt gegen tamilischen Studenten an ihrer Universität zu untersuchen. Der Ausschuss, bestehend aus Rev. Fr. Dr. Paul Robinson, Asst. Bursar D. Jayawardene und dem Dozenten Dr. Jeevaratnam Kennedy, hat Berichten zufolge rund 15 Studenten, die an den Gewalttaten beteiligt waren, identifiziert, ohne sie jedoch als Opfer oder Täter einzustufen. Mehr als die Hälfte von ihnen waren Singhalesen.

Bei allen Studenten, die nach dem Angriff in das Krankenhaus im Osten eingewiesen wurden, handelt es sich um Tamilen. Berichten zufolge sind einige singhalesische Studenten in ein Krankenhaus nach Matara (im Süden Sri Lankas) gefahren worden, um dort ein ärztliches Attest zur Täuschung zu erhalten. Ein Informant bestätigt, dass die identifizierten Studenten weiteren Untersuchungen unterstellt sind. Er stellt jedoch klar, dass es in der Verantwortung der Hochschulverwaltung liegt, Disziplinarmaßnahmen gegen die Täter durchzuführen.

Tamilische Wissenschaftler fordern die Einrichtung einer Parallelinstitution, die sich um die akademischen Institutionen im Land der Eelamtamilen sorgt. Die bereits bestehende The Colombo-Centric University Grants Commission (UCG) besteht aus 5 singhalesischen Mitgliedern und zwei symbolischen Vertretern, einem Tamilen und einem Moslem.

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