TNA distanziert sich von Sampanthan und Sumanthiran

Die Tamil National Alliance (TNA) verurteilte am Mittwoch seinen Parteivorsitzenden R. Sampanthan und den Parlamentarier M. A. Sumanthiran für die Teilnahme an der Staatsfeier des 67. Unabhängigkeitstages von Sri Lanka. Beide hätten die traditionelle und langjährige Position des kriegszerstörten tamilischen Volkes auf einen entscheidenden Augenblick offenkundig verletzt.

Die nationalen Fernsehsender zeigten Aufnahmen vom TNA-Fraktionsvorsitzenden Sampanthan und Sumanthiran in der traditionellen Kleidung bei der Teilnahme an der staatlichen Zeremonie des 67. Unabhängigkeitstages zusammen mit einigen Parteiführern, Ministern, Abgeordneten, Staatsbeamten und Diplomaten am Parlamentsgelände in Sri Jayewardenepura Kotte.

Black Day

Seit der Einführung der Verfassung im Jahre 1972 hat zum ersten Mal ein Führungsmitglied der Tamil United Liberation Front (TULF), Tamil Arasu Kachchi oder Tamil National Alliance (TNA) an der Staatsfeier des 67. Unabhängigkeitstages Sri Lankas teilgenommen. Jener Tag wird weiterhin als „Black Day“ angesehen, da er den Beginn der Unterdrückung und den Völkermordprozess an das tamilische Volk darstellt.

„Es war nicht die Entscheidung der TNA, an der Feier teilzunehmen. In der Tat haben wir Sampanthan und Sumanthiran am Vortag nahe gelegt, nicht an der Feier teilzunehmen, da es sehr ernste Auswirkungen auf die Zukunft haben würde. Es ist unangebracht von den TNA-Führern, gegen den kollektiven Willen der betroffenen Tamilen zu entscheiden. Wir sind sehr wütend und enttäuscht wegen ihrer Teilnahme.“, sagte der TNA-Sprecher und Jaffna-Bezirks-Abgeordnete Suresh Premachandran.

Disziplinäres Handeln

TNAs Parlamentsabgeordneter aus dem östlichen Bezirk P. Ariyanenthiran sagte: „Was die TNA betrifft, so ist es nicht hinnehmbar, dass eines seiner Mitglieder an der Feier zum Unabhängigkeitstag eines Landes teilnimmt, welches die Unabhängigkeit des tamilischen Volkes verweigert hat.“

Er ergänzte: „Die TNA-Abgeordneten sind wütend auf ihre Parteikollegen, da diese nicht die Position der Partei repräsentierten.“ Gegen die beiden Abgeordneten werde man daher disziplinarische Maßnahmen wegen des Verletzens der Position der Partei, aber auch des gemeinsamen Standpunktes des tamilischen Volkes beschließen.

Die tamilischen Parteien haben nach der Einführung der Verfassung von 1972 gegen diese protestiert, da sie den einheitlichen Charakter des Staates enthält, die jede vertretbare Lösung zu den ethnischen Tamilen innerhalb eines vereinten Sri Lankas leugnet. Daher haben die tamilischen Führer den srilankischen Unabhängigkeitstag auch als ‚Black Day‘ gekennzeichnet.

Der Parlamentarier M.P. Premachandran sagte hierzu, dass „die Tamilen nach der Unabhängigkeit im Jahr 1948 systematisch ausgegrenzt wurden und ironischerweise gehörte Sampanthan seitdem zu den wichtigsten tamilischen politischen Anführern, die den 4. Februar später als „Black Day“ für die Tamilen markierten. Nichts hat sich geändert seit jenem Tag, und in der Tat geht es den Tamilen immer schlimmer. Wir sehen keinen Grund für Sampanthan oder jemanden aus den tamilischen Parteien, den Stand der Tamilen nach 43 langen schmerzhaften Jahren (nach der neuen Verfassung im Jahr 1972) zu verletzen.“

Als eine sehr ernste Angelegenheit fügte der TNA-Sprecher hinzu, es sei eine moralische Frage, ob durch diese Tat noch die Position als Vertretung des tamilischen Volkes aufrecht erhalten werden kann. Abschließend resümierte er: „Die Wahlen stehen bevor, die Menschen werden sich dieser Frage gegenüberstellen und wir werden nichts verheimlichen.“ Damit unterstreicht er mögliche Konsequenzen auf selbstständigem Wege, die in der Zukunft anstehen könnten.

Quelle: http://www.jdslanka.org/index.php/news-features/politics-a-current-affairs/513-tna-distances-itself-from-sampanthan-sumanthiran-over-independence-day

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